72. Jahrestag der ersten Deportation

Gedenkfeier am Bahnhof Kasseler Tor

72 Jahre ist es her, als am 10. Dezember 1941 erstmals jüdische Bürgerinnen und Bürger aus Paderborn und dem Umland von den Bahnhöfen Kassler Tor und Paderborn-Nord deportiert wurden.

In Erinnerung und zum Gedenken daran findet am Dienstag, 10. Dezember, um 13 Uhr eine Gedenkfeier am Bahnhof Kasseler Tor statt. An diesem Tag werden Tafeln mit den Namen der Deportierten an beiden Bahnhöfen aufgestellt.

Bürgermeister Heinz Paus begrüßt zusammen mit Monika Schrader-Bewermeier, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, und Tanja Rubens, Jüdische Kultusgemeinde, sowie Dr. Carsten Linnemann, Mitglied des Deutschen Bundestags, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung. Im Anschluss berichtet Dr. Margit Naarmann über die Deportation in Paderborn.

Bis zum 28. Juli 1942 wurden die Bahnhöfe zur Deportation genutzt. Die Juden wurden über Bielefeld in die Ghettos von Riga, Warschau, Theresienstadt als auch Ausschwitz deportiert. Von den jüdischen Bürgerinnen und Bürgern Paderborns überlebten nur neun die Todeslager.