Gründung des Vereins „Konfuzius-Freunde Westfalen“

„Neuer Trägerverein ist die Petrischale unserer anstehenden Institutsgründung“

© Stadt PaderbornKonfuzius_Freunde Westfalen, Daniel Höing

Am Mittwoch, 18. Dezember, fand jetzt die konstituierende Sitzung zur Gründung des Vereins „Konfuzius-Freunde Westfalen“ statt. Die Gründungsmitglieder trafen sich im Büro des Bürgermeisters, Heinz Paus, und leiteten mit der Verabschiedung der Satzung und der Wahl des Vorstandes, die ersten Schritte zur Vereinsgründung ein. Der Verein soll das Ziel verfolgen, die chinesisch-deutschen Beziehungen in der Region Westfalen zu stärken. Er wird als Basis und Trägerverein zur Etablierung und Unterstützung eines Konfuzius-Instituts Westfalen dienen.

„Dieser Trägerverein ist die ‚Petrischale‘ unserer anstehenden Gründung eines Konfuzius-Instituts Westfalen“, freut sich Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Universität Paderborn, der zugleich auch zum Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. Die zukünftige Einrichtung eines Instituts sei eine Bereicherung für unsere Region und könne die chinesische Sprache und Kultur den Bewohnern näher bringen, so der einhellige Tenor der Sitzung – deren Teilnehmer jetzt als ersten Schritt den Verein „Konfuzius-Freunde Westfalen“ nach vorne bringen möchten. Müller-Lietzkow hatte gemeinsam mit Prof. Dr. Gregor Fels, Universität Paderborn, die ersten Verbindungen ins chinesische Xi'an geknüpft. Dort ist die Xidien Universität beheimatet, die gemeinsam mit der Universität Paderborn als Kooperationspartner gewonnen werden konnte. Besonders gefördert wird das Vorhaben auch von Paderborn überzeugt. e. V., womit auch ein Zeichen in die Region aus Paderborn heraus gesetzt wurde.

Unterstützung kommt auch personell von Seiten der Paderborner Universität, an dem Tag vertreten durch das Gründungsmitglied Simone Probst, Vizepräsidentin der Hochschule, die auch per Vollmacht den Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Nikolaus Risch, als weiteres Gründungsmitglied vertrat. Probst und Fels sind in der ersten Sitzung zu Stellvertretern des Vorsitzenden gewählt worden. Weitere Starthilfe erfuhr der junge Verein auch durch Richard Erb und Ulrich Wibbecke vom Verein für Deutsch-Chinesische Freundschaft Paderborn, die in der Geburtsstunde genauso wie Dr. Cord Schmidthals, Vorsitzender des Vereins Paderborn überzeugt., und Jens Kamp, Büroleiter des Bürgermeisters, als Gründungsmitglieder der Versammlung beiwohnten. Im Januar erfolgen nun die Eintragung ins Vereinsregister und weitere Absprachen mit den chinesischen Partnern. Ziel ist die offizielle Eröffnung des Instituts noch im ersten Halbjahr 2014.

Heinz Paus, dem in dieser konstituierenden Sitzung auch die Aufgabe des Versammlungsleiters zukam: „Ein ganz besonderer Dank gilt Prof. em. Dr.-Ing. Manfred Pahl, Gründer der Chinesisch-Deutschen Technischen Fakultät, sowie Junwei Zhong, Vorsitzender des Verbands der Chinesischen Studierenden und Wissenschaftler der Universität Paderborn. Beide sind zwei große Förderer, die mit ihrem Engagement den Grundstein für die fruchtbaren deutsch-chinesischen Verbindungen vor einigen Jahren gelegt haben.“

Konfuzius-Institute sind die offiziellen Institute der Volksrepublik China. Sie wenden sich an alle, die auf zuverlässige und profunde Weise mehr über China und seine Menschen erfahren wollen. Das Konfuzius-Institut Westfalen wird das dritte seiner Art in NRW sein, wobei die Besonderheit sowohl in der Regionalverortung als auch der Ausrichtung auf Sport und Wirtschaft als weitere Betätigungsfelder liegen wird. Die weiteren Institute in Deutschland haben ihren Sitz normalerweise in Metropolen, wie Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München. Für die Region wie aber auch die Stadt Paderborn ist es daher etwas Besonderes - alle Gründungsmitglieder wollen ihr Bestes geben dieser Tatsache gerecht zu werden.