Von St. Petersburg nach Paderborn

Infos zum Freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege am 9. Februar

Ungewöhnliche Verstärkung aus St. Petersburg haben seit diesem Herbst die Stadtarchäologie und das Stadtarchiv Paderborn bekommen: Im Rahmen des Freiwilligen Jahres in der Denkmalpflege unterstützen Iuliia Patkina und Elena Kruglova die Einrichtungen der Stadt. Wer zudem mehr über das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege erfahren will, ist eingeladen am Samstag, 9. Februar um 10 Uhr, in die Aula des Gymnasiums Schloß Neuhaus zu kommen: Die Jugendbauhütte Soest stellt dort diese besondere Form des Freiwilligen Sozialen Jahres vor. Unter anderem berichten die derzeit rund 15 Freiwilligen aus dem In- und Ausland von ihren Einsatzorten in ganz Westfalen. Iuliia Patkina, die gerade das Freiwillige Jahr in der Paderborner Denkmalpflege absolviert, begeistert sich in ihrem Arbeitsbereich insbesondere für die Ausgrabungen im Stadtgebiet und unterstützt die Archäologen vor Ort durch Feldzeichnungen und Fundzeichnungen. Innerhalb der ersten Monate hat sie bereits fast das komplette Fundmaterial der im August abgeschlossenen Ausgrabung in der Westernstraße 15 gezeichnet. Ihre Zeichnungen werden zunächst in Auswahl im nächsten Band der Fachzeitschrift „Archäologie in Westfalen-Lippe“ publiziert. Doch nicht immer lässt ihr die rege Bautätigkeit in Paderborn die nötige Ruhe für ihre Arbeit im warmen und trockenen Büro. Häufig hilft sie im Team der Stadtarchäologie, Schichten und Mauern in Baugruben zu zeichnen, damit die Bauarbeiten zügig fortgesetzt werden können. Die Studentin und freiwillige Mitarbeiterin im Stadtarchiv, Elena Kruglova, realisiert ein Vorhaben, das das Stadtarchiv schon länger plant und von dessen Realisierung vor allem die künftigen Besucher profitieren werden: Mit großem Elan treibt sie die Digitalisierung der Fotosammlung voran. In nur wenigen Wochen hat sie bereits hunderte Fotos gescannt und ins Archivprogramm eingepflegt, sodass in einem Jahr ein guter Teil der derzeit über 100.000 erschlossenen Fotos zur digitalen Nutzung bereit stehen wird. Die Digitalisierung erleichtert nicht nur die Recherchen der Benutzer und die Arbeit der städtischen Archivare; vor allem werden die analogen Originale geschont und bleiben damit länger erhalten. Neben der Digitalisierung übernimmt die begeisterte Fotografin auch Reproduktionsarbeiten und unterstützt Recherchen. Organisiert wird das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege von der Jugendbauhütte Soest, die ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) ist, gefördert durch das Ministerium für Bauen und Verkehr in NRW.