Keine vierte Wahlperiode
Bürgermeister Heinz Paus steht 2015 nicht mehr zur Wahl
Paderborns Bürgermeister Heinz Paus wird 2015 nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen. Das teilte er am Freitag, 1. März, mit. Ob er gegebenenfalls 2014 bereits sein Amt niederlegen wird, ließ er noch offen. Einfluss darauf hat auch eine derzeit von der NRW-Landesregierung vorbereitete Gesetzesänderung. Danach sollen Kommunal- und Bürgermeisterwahlen wieder gemeinsam stattfinden. In diesem Zuge könnte es für Amtsinhaber Übergangsregelungen geben und so ein früheres Ausscheiden möglich machen. 1999 war Heinz Paus zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Paderborn gewählt worden. Der Fachanwalt für Verwaltungsrecht und langjähriger CDU-Landtagsabgeordneter wurde 2004 und 2009 wiedergewählt und steht damit seit 14 Jahren an der Spitze der Stadt. Paus, der am Sonntag, 3. März, seinen 65. Geburtstag im privaten Kreis mit Freunden feiert, war von 2005 bis 2008 auch als Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW tätig. Paderborn sei ihm in den 14 Jahren sehr ans Herz gewachsen. Deshalb plane er auch nach seiner aktiven Zeit der Stadt treu zu bleiben, sagt der gebürtige Münsterländer, der viele Jahre in Detmold lebte. "Paderborn ist spannend, die Stadt ist dynamisch und wächst", sieht der Bürgermeister gute Zukunftsaussichten. Das belegt er mit der Bevölkerungsprognose des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik. Danach wird Paderborn bis zum Jahr 2030 um neun Prozent - also von heute gut 146.000 auf dann 160.000 Einwohner wachsen. Paderborn verzeichne zudem die günstigsten Arbeitsmarktzahlen der letzten zwei Jahrzehnte und nach wie vor einen Rekordstand an Arbeitsplätzen, so Heinz Paus. In den 14 Jahren seiner Amtszeit blickt er auf eine Reihe von Projekten zurück. Das Stadion, der Neubau des Paderborner Theaters und die damit in Verbindung stehende Neugestaltung des Bereichs hinter dem Rathaus, der Neubau des Rolandsbades und die nunmehr auf den Weg gebrachte Unterbringung der Paderborner Stadtverwaltung sind solche Vorhaben, die ihm einfallen. Nicht immer lief dabei alles glatt. Klagen am Stadion, Baumängel am Rolandsbad - Politik sei nicht vergnügungssteuerpflichtig, entgegnet Heinz Paus, da brauche man mitunter ein dickes Fell. Trotz mancher Rückschläge habe sich die Stadt in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. Das Oberzentrum habe an Großstadtcharakter gewonnen, die Universität sei das Zugpferd für die Stadt und die ganze Region, sieht er Paderborn auf einem guten Weg. Es habe stets Freude gemacht, sich für die Stadt und ihre Menschen einzusetzen, zieht der Bürgermeister ein positives Fazit, auch wenn dabei nicht selten 14-Stunden-Arbeitstage und viele Wochenendtermine anfielen. Dass sich in den letzten Jahren das Bild der Paderbornerinnen und Paderborner von ihrer Stadt verändert hat, findet Heinz Paus gut. Paderborn lasse sich vorzeigen, hier mache das Leben Freude. Diese Überzeugung, die er in vielen Gesprächen immer wieder gespürt habe, stimme ihn zuversichtlich für die Zukunft.