Neujahrsempfang des Bürgermeisters

Festvortrag von Prof. Dr. Meinhard Miegel

© Stadt Paderborn

„Paderborn ist nach wie vor eine wachsende Stadt.“ Das war einer der Kernsätze den Bürgermeister Heinz Paus den 160 Gästen in seiner Neujahrsansprache im Rathaus mitteilte und hob hervor, dass Paderborn trotz angespannter Haushaltslage, auf ein erfolgreiches Jahr zurückschauen kann. Mit Blick auf die positiven Arbeitsmarktzahlen, die angeplanten städtischen Projekte und das Engagement vieler Leistungsträger sei auch ein positiver Ausblick auf 2013 möglich. Es seien aber künftig intensivere Anstrengungen nötig, um die Stadt noch attraktiver zu gestalten. Der Festredner Prof. Dr. Meinhard Miegel setzte mit seinem Vortrag „Wachstum und Wohlstand“ Akzente und trug sich im Vorfeld der Veranstaltung in das Goldene Buch der Stadt ein. Pianistin Sandra Urba gestaltete das musikalische Rahmenprogramm. Die Bevölkerungsprognose des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik hat es nicht ohne Grund in die Neujahrsrede des Bürgermeisters geschafft: Danach wird Paderborn bis zum Jahr 2030 um 9 Prozent - also von heute gut 146.000 auf dann 160.000 Einwohner wachsen. Die Paderstadt verzeichne zudem die günstigsten Arbeitsmarktzahlen der letzten zwei Jahrzehnte und nach wie vor einen Rekordstand an Arbeitsplätzen, so das Stadtoberhaupt. Die Haushaltslage ist nach wie vor angespannt, das sei die Konsequenz aus Finanzkrise und der Umstellung auf das neue kommunale Finanzwesen. Die Kämmerei geht von einem Defizit für 2013 in Höhe von 20,6 Mio. Euro aus, was einen Kreditbedarf von ungefähr 7,5 Mio. Euro bedeute, erläuterte Paus. Im Fokus der städtischen Politik stünden weiterhin die Anstrengungen, allen Kindern und Jugendlichen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, ihre Fähigkeiten voll entfalten und ein erfolgreiches, erfülltes Leben führen zu können, so Paus und teilte mit: „In den vergangenen zehn Jahren haben wir mehr als 64 Mio. Euro allein in unsere Schulen investiert.“ Auch in das zentrale Thema, dem Ausbau der Betreuung der Kinder unter drei Jahren, würde weiterhin enorm investiert. Nach Schätzungen von Fachleuten setze das in Paderborn voraus, dass für ungefähr 39 Prozent der Kinder ein solcher Platz zur Verfügung stehen müsse. Paus: „Dabei haben wir als Ziel 35 Prozent bis 2014 angesetzt – aktuell sind bereits 31,5 Prozent erreicht. Wir wollen damit eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen." Der Bürgermeister ging auch darauf ein, dass im aktuellen Haushalt Mittel für die Umgestaltung des Domplatzes und die Königsplätze bereit stehen. In seiner Ansprache thematisierte er unter anderem auch den Verwaltungsneubau und die E.ON- Rekommunalisierung. Prof. Dr. Meinhard Miegel hinterfragte an dem Abend mit seinem kritischen Beitrag zum Thema „Wachstum und Wohlstand – eine historische Episode?“ den Wachstumsbegriff, der vor einer tief greifenden Veränderung stünde, weil er sich „immer stärker – weg vom materiellen – immateriell definiert.“ Er bestärkte den Bürgermeister darin, dass die ästhetische Gestaltung einer Stadt in Zukunft immer wichtiger werde. Er wünschte der „selbstbewussten und traditionsreichen Stadt Paderborn ein erfolgreiches Jahr 2013.“ Die vollständige Neujahrsansprache kann unter www.Paderborn.de eingesehen werden.