Einen Ruhestand wird es nicht geben

Stadtplaner Walter Brinkmann bei der Stadt Paderborn verabschiedet

© Stadt Paderborn

Ein Stadtplaner sieht erst sehr spät, was aus seinem Plan geworden ist. So nach 20 Jahren habe man ein Erfolgserlebnis oder eben auch nicht, weiß Walter Brinkmann. Dass der Stadtplaner, der in den Ruhestand gegangen ist, in seiner 40jährigen Tätigkeit viele Erfolgserlebnisse hatte, spürt man, wenn er über seine Arbeit berichtet. 80 Bebauungspläne, große und kleine, leichte und schwierige habe er entwickelt. Die großen Gebiete im Süden der Stadt, wie die Lieth, der Dahler Weg und auch die Pläne für die alte Brauerei sowie die Landesgartenschau seien dabei gewesen. „Etwas zu entwickeln, mit Phantasie und Fingerspitzengefühl das Optimum herauszuholen, das hat mich immer gereizt“, sieht der gebürtige Paderborner am Ende seiner Laufbahn als sein Motiv. Es sei ihm nie langweilig geworden, auch weil die Aufgaben so unterschiedlich und damit anspruchsvoll waren, ergänzt er. Vier seiner Bebauungspläne seien beklagt worden, doch alle hätten der gerichtlichen Überprüfung Stand gehalten. Die rechtlichen Anforderungen an die Pläne seien in den letzten Jahren immer höher und die Inhalte immer komplexer geworden. Als seinen Lieblingsplan bezeichnet Walter Brinkmann den Bebauungsplan zur Zukunftsmeile am Fürstenweg. Dort habe es viel Planungsbedarf gegeben und auch das Einpassen der Neubauten an das Vorhandene habe seinen Reiz gehabt. Auch wenn sich der 65jährige jetzt nicht mehr um Bebauungspläne kümmert, einen Ruhestand wird es für ihn nicht geben. Seinem großen Hobby – der Musik – widmet der Jung-Pensionär jetzt wieder mehr Zeit. So wild wie in den sechziger und siebziger Jahren als Schlagzeuger einer Rockband, die mehr als 50 Konzerte oft auch in englischen Kasernen gab, wird es allerdings nicht werden. Seine Arbeit im Freundeskreis der Dom-Musik möchte Walter Brinkmann intensivieren. Dabei geht es vornehmlich um die vielfältigen Unterstützungsarbeiten für die mehr als 300 Sängerinnen und Sänger insbesondere vor Konzerten. An Erfahrung dafür dürfte es ihm nicht mangeln, denn immerhin hat der musikalische Stadtplaner sich auch als Veranstaltungs-Manager beim Paderball einen guten Namen gemacht. 18mal hat er dieses Großereignis organisiert. Gerne erinnert er sich auch an die Rock-Arena 1991 auf dem Sportplatz Mönkeloh, als er mit Heinz Rudolf Kunze, Mothers Finest, Purple Schulz und Fury in the Slaughter House jede Menge Prominenz nach Paderborn holte.