Paderborn verteilt wenige Knöllchen

Umfrage des Verbraucherportals PREISVERGLEICH.de unter 116 Großstädten stellt der Stadt gute Noten aus

In Paderborn werden wenige Knöllchen verteilt. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbraucherportal PREISVERGLEICH.de. "Wie Städte immer dreister Autofahrer abzocken: 450 Millionen Euro Jahres-Einnahmen aus Verwarnungs- und Bußgeldern in nur 116 Städten" lautet der reißerische Titel der Studie, der sich jedoch weniger auf Paderborn bezieht. Denn wie die mehrmonatige umfangreiche Untersuchung des von etwa zwei Millionen Menschen genutzten Portals beweist, gehört Paderborn zu den Großstädten, in denen mit durchschnittlich 20 Euro pro zugelassenem Kfz im Jahre 2011 sehr bescheiden mit Verwarnungs- und Bußgeldern umgegangen wurde. Paderborn liegt damit deutlich unter dem ermittelten Durchschnitt von 31 Euro. In der jüngsten Ausgabe der "Auto-Bild" wird Paderborn deshalb als "bescheiden" gelobt. Das Paderborner Ergebnis ist umso bemerkenswerter, da von den 116 angeschriebenen Städten gerade einmal 48 bereit waren, dem Verbraucherportal Auskünfte zum Thema zu geben. Als Knöllchen-Hochburgen nennt das Portal Ulm, Schwerin, Bielefeld, Köln, Aachen, Tübingen, Mannheim, Stuttgart, Leipzig und Duisburg. Allein diese zehn Städte hätten im Jahr 2011 insgesamt 100 Millionen Euro von den Autofahrerinnen und Autofahrern eingenommen. Als Hochburgen wies das Verbraucherportal all jene Kommunen aus, die mindestens 30 Prozent über dem Schnitt Knöllchen an die Kfz-Halter verteilt haben. PREISVERGLEICH.de hatte bei den Stadtverwaltungen die Einnahmen aus Verwarnungs- und Bußgeldern durch Ordnungswidrigkeiten im ruhenden und fließenden Straßenverkehr für die Jahre 2010 und 2011 angefragt. Diese Daten wurden zur statistischen Veranschaulichung mit den zugelassenen Kraftfahrzeugen der jeweiligen Stadt ins Verhältnis gesetzt (Quelle dafür war das Kraftfahrt-Bundesamt).