Beim Karneval wird kontrolliert
Stadt Paderborn pocht auf die Einhaltung des Jugendschutzes
Auch bei den bevorstehenden tollen Karnevalstagen pocht die Stadt Paderborn auf die Einhaltung des Jugendschutzes. Jugendamt und Ordnungsamt der Stadt Paderborn werden deshalb verstärkt Jugendschutz- und Alkoholkontrollen durchführen. Kinder und Jugendliche machen nicht selten an Karneval die ersten Erfahrungen mit Alkohol, was mitunter mit gesundheitsgefährdenden Folgen verbunden sein kann. Wie die vergangen Karnevalsjahre gezeigt haben, kam es an diesen Tagen zu erheblichen Ausfallerscheinungen bis hin zu Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen, die stationär behandelt werden mussten. Beliebte Treffpunkte zum Vortrinken von jungen Menschen stehen bei den diesjährigen Kontrollen erneut im Mittelpunkt. Insbesondere in der Paderborner Innenstadt sowie den bekannten Sammelpunkten zum „Vortrinken für Scharmede“ wird das Jugendamt in Zusammenarbeit mit dem Büro für Ordnung, Schutz und Sicherheit (B.O.S.S.) am Karnevalswochenende Präsenz zeigen und Kontrollen durchführen. Kinder und Jugendliche, die sich bei den Kontrollen in einem stark alkoholisierten Zustand befinden, müssen von ihren Eltern abgeholt werden. Wiederholungstäter aus den Vorjahren können in diesem Zusammenhang mit weiteren Maßnahmen des Jugendamtes rechnen. Eltern sind in diesem Kontext aufgerufen, den Alkoholkonsum ihrer Kinder und Jugendlichen, gerade an den Karnevalstagen im Auge zu behalten und diesen gegenüber klar und deutlich Grenzen aufzuzeigen. Für den Fall das Ansprachen nicht helfen, sollten Vereinbarungen über drohende Konsequenzen getroffen werden. Generell sollten Eltern auch an den närrischen Tagen ihr eigenes Konsumverhalten von Alkohol kritisch hinterfragen und mit gutem Vorbild voran gehen. Ebenso sind die Schulen aufgerufen, das Thema Alkohol aufzugreifen. „Allerdings würden wir uns am allermeisten darüber freuen, wenn die Jugendlichen selbst demonstrieren, dass übermäßiger Alkoholkonsum keinen Sinn macht“, so Marco de Luca vom Jugendamt. So werden aktuell auch Foren in Netzwerken beobachtet, wo sich junge Menschen für Karneval verabreden. „Dort gibt es leider immer noch einige sehr uneinsichtige Antreiber, die zu Besäufnissen und Randale aufrufen", so de Luca abschließend.