Ausstellung: Die Sprache der Zeichen und Formen
20. Jahrestag der Städtepartnerschaft Przemysl – Paderborn
Erst vor wenigen Wochen war eine Paderborner Delegation unter der Leitung von Bürgermeister Heinz Paus anlässlich des 20. Jahrestag der Städtepartnerschaft zwischen Przemysl und Paderborn in der polnischen Stadt zu Besuch. Dieses Jubiläumsjahr ist aber auch Anlass, die Kunst von Renata Szyszlak und Magdalena Emilia Lac im Gewölbesaal im Neuhäuser Schlosspark auszustellen. Beide Künstlerinnen sind in Przemysl geboren. Ihre Werke werden im Rahmen des „Forums Junger Künstler“ präsentiert und noch bis zum 20. Juli zu besichtigen sein. Bürgermeister Heinz Paus hat die Ausstellung jetzt eröffnet. „Ich hoffe, dass viele Menschen die Chance nutzen werden, sich diese Werke anzuschauen“, freut sich Bürgermeister Heinz Paus auf viele Besucher. Renata Szysszlak, der im Jahr 2004 der Titel des Doktors der Kunst verliehen wurde, ist Preisträgerin mehrerer bedeutender Auszeichnungen. In ihren Werken zeigt sie die Grenze zwischen Zeichnung und Malerei. Auf weißem Hintergrund schafft sie mit durch Intuition geführter Hand expressive Formen aus freien Linien, Flecken, geschwungenen Pinselstrichen. In ihren abstrakten Arbeiten spürt man einen bemerkenswerten Wohlklang der Ausdruckmittel. Wie in Musikstücken sind in ihnen kraftvolle und ausdruckstarke Teile, manchmal dramatisch, manchmal subtil, zart, liebevoll und auch lustig. Wie die Musik sind sie reich an Inhalt und Emotionen. Und wie im Orchester spielen die verschiedenen formalen Mittel ihre wichtige Rolle. In den Arbeiten von Magdalena Emilia Lac, deren Diplom als bestes der Universität in Rzeszów im Studienjahr 2009/2010 ausgezeichnet wurde, spürt man überwältigende Kraft und die Überzeugung, dass der von ihr gewählte Weg der Richtige ist. Sie hat sich für eine Technik und für Ausdrucksmöglichkeiten entschieden, mit denen sie konsequent die Welt um sich herum kommentieren kann. Ihre Werke sind einheitlich formal, schwarz-weiße Linolschnitte, die meisten davon schematisch „skizzierte“ Tiere: Vögel, Fische, Pferde, Hunde, fantasievolle Vierbeiner und vieles mehr. Manchmal werden sie von einem verbalen Kommentar begleitet, oft grotesk und absichtlich verdreht. Die Ausstellung ist dienstags bis samstags, 15 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.