Ideenwerkstatt „Flusslandschaft Pader“

„Die Besonderheit dieser Flusslandschaft muss herausgestellt werden“

© Stadt Paderborn

An drei Tagen haben Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Landschaftsarchitekten, Raumplanern, Hochbauarchitekten sowie Kulturwissenschaftlern und der Stadt über die zukünftige Entwicklung des Paderquellgebietes und seines Umfeldes diskutiert. In der „Ideenwerkstatt – Flusslandschaft Pader“ stand somit nicht weniger als das Herz der Paderstadt im Mittelpunkt. Die teilnehmenden Planungsteams der RWTH Aachen, der Universität Paderborn und der TU Kaiserslautern konnten bereits wesentliche Punkte festhalten: Das Paderquellgebiet soll insgesamt erlebbarer gemacht und die Besonderheit und Einzigartigkeit dieser Landschaft im urbanen Stadtraum deutlicher herausgestellt werden. Des Weiteren wurde angeregt, die Planung weiterhin als interdisziplinäre Aufgabe zu verstehen und die Gestaltung auch zukünftig mit einem öffentlichen Prozess zu begleiten. Nach dem Auftakt, bei dem Dieter Honervogt, stellvertretender Bürgermeister, interessierte Teilnehmer zu einer gemeinsamen Ortsbegehung im Paderquellgebiet begrüßte, wurden bereits einen Tag später erste Erkenntnisse und Ideen in den Arbeitsteams in Bild und Schrift zu Papier gebracht. Die einzelnen Planungsteams stellten sie in einer Zwischenpräsentation interessierten Bürgerinnen und Bürgern in der neuen Stadtwerkstatt am Königsplatz vor. Im Anschluss konnten weitere Hinweise und Ergänzungen aus der Bürgerschaft und aus den städtischen Fachämtern entgegengenommen werden. Die ergänzten Planungsergebnisse wurden abschließend der Öffentlichkeit präsentiert. „In der Ideenwerkstatt haben wir uns mit der Reduzierung und Ordnung von Stadtmöblierungen, wie Geländern und Bodenbelägen, der Sichtbarkeit und Erlebbarkeit von Zeitabschnitten der innerstädtischen Entwicklung entlang der Pader oder auch mit den ober- und unterirdischen Wasserlinien beschäftigt. Auch der Anspruch an eine bessere Orientierung, wie beispielsweise bei den Übergängen im Bereich der Mühlenstraße oder am inneren Ring hin zu den Paderwiesen stand im Fokus“, verdeutlicht Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete, die Vielschichtigkeit der Betrachtungen. Die Workshop-Teilnehmer diskutierten Einzelmaßnahmen, wie die Installation von Wasserspielen oder eine individuell gestaltete Beschilderung im Quellgebiet, die auch den Wasserreichtum Paderborns widerspiegelt. Auch Entwicklungsbereiche zum Beispiel eine Mühlenmeile entlang der Mühlenstraße als gemeinschaftliche Außendarstellung wurden besprochen. Die einzelnen Paderläufe an sich müssten zudem stärker herausgestellt werden. Auch die dortigen Kinderspielplätze könnten das Thema „Wasser“ aufgreifen, beispielsweise durch kleine Pumpen oder flache Wasserbecken. Warnecke: „Die erarbeiteten und auch dokumentierten Ergebnisse werde in einer nächsten Sitzung des Bauausschusses vorgestellt und sollen als Grundlage für weitere Planungs- und Entwicklungsschritte dienen.“