Zur Erinnerung an Dr. Rose
Weg auf dem Uni-Campus trägt seinen Namen
Paderborn (UniPB/IP). Zur Erinnerung an Dr. Albert Rose haben die Stadt und die Universität Paderborn in einer Feierstunde einen Weg auf dem Campus der Universität nach dem verdienstvollen jüdischen Mitbürger benannt. Bürgermeister Heinz Paus hat die Einweihung gemeinsam mit der Uni-Vizepräsidentin Simone Probst und Familienmitgliedern vorgenommen. Der Namensvorschlag stammt vom Heimatverein Paderborn, der für die Straßen- und Wegebenennung in der Stadt Paderborn zuständig ist. Die Universität Paderborn hat diese Idee unterstützt. Simone Probst, Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung der Universität Paderborn: „Die Universität folgt hiermit ihrer Tradition, der jüdischen Bürger Paderborns in besonderer Form zu gedenken. Der Dr.-Rose-Weg wird täglich von Studierenden genutzt, die in Zukunft unsere Gesellschaft gestalten werden.“ Mit dieser Geste solle das Andenken an die jüdischen Bürger Paderborns aufrechterhalten werden und ihnen Respekt und Anerkennung für ihre kulturellen und gesellschaftlichen Verdienste zuteil werden, sagte Bürgermeister Heinz Paus. Dr. Albert Rose war ein angesehener und verdienstvoller jüdischer Mitbürger aus Paderborn, so Dr. Klaus Hohmann vom Heimatverein Paderborn. Zu der Feierstunde waren auch 20 Familienmitglieder aus den USA und England angereist, die sich sehr über die späte Ehrung freuen. Michael Oppenheimer, Enkel von Albert Rose und mit seiner Familie aus England angereist, dankte allen Beteiligten: „Die gesamte Familie ist dankbar für dieses Gedenken an Dr. Albert Rose.“ Dass der Weg über den Uni-Campus ihrem Großvater gewidmet wurde, bewegte auch Enkelin Elise Rose-Rimmer: „Unser Großvater hat stets auf eine gute Ausbildung Wert gelegt. Alle seine Kinder und Enkelkinder haben eine Universität besucht.“ Der bisher namenlose Fußweg führt von der Fanny-Nathan-Straße in Richtung Audimax, weiter um das Gebäude E, bis er erneut auf die Fanny-Nathan-Straße stößt. Dieser Weg wird von vielen Hochschulangehörigen und Besuchern begangen. Albert Rose wurde 1882 in Paderborn geboren. Nach dem Abitur am Theodoranium und dem Jura-Studium in Köln und Berlin war er als Jurist in Paderborn tätig. Rose war Vorstand der Synagoge und Vorstand des jüdischen Waisenhauses. Nach seiner Verhaftung in der Progromnacht 1938 und der Inhaftierung unter anderem im Konzentrationslager Buchenwald emigrierte Rose nach England und gelangte von dort aus in die USA. Dort starb er 1969 in Kalifornien. Auf dem Uni-Campus und im Umfeld der Universität gibt es bereits die Fanny-Nathan-Straße, den Liese-Dreyer-Weg, die Grünebaumstraße und den jüdischen Friedhof.