Leitstellen-Thema gemeinsam anpacken
Stadt und Kreis Paderborn auf Info-Fahrt in Norddeutschland
"Eine sehr informative Fahrt, bei der es auch atmosphärisch stimmte." Dieses Fazit zogen Dietrich Honervogt und Bernd Schulze-Waltrup, beide Vorsitzende der für die Feuerwehr und den Rettungsdienst zuständigen Fachausschüsse bei Stadt und Kreis Paderborn. Erstmalig waren Mitglieder von Ausschüssen der Stadt und des Kreises gemeinsam auf Exkursion gegangen. Sie wollten sich unter der Überschrift "Fortentwicklung von Rettungsdienst und Leitstelle im Zeichen der Demographie" beim Leitstellen-Zweckverband Nord in Harrislee, westlich von Flensburg gelegen, insbesondere auch über das zwischen Kreis und Stadt strittige Thema Leitstelle informieren. Mit dabei waren unter anderem auch der Leiter der Feuerwehr Paderborn, Ralf Schmitz, der Kreisbrandmeister, Elmar Keuter und der neue Leiter der Kreisfeuerwehrzentrale, Dirk Nölting. Der Leitstellen-Zweckverband Nord (LZN) wurde von den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie der Stadt Flensburg gegründet und betreibt zusammen mit dem Land Schleswig-Holstein die sogenannte Kooperative Regionalleitstelle (KRLS) Nord in Harrislee. Deren Zuständigkeitsbereich umfasst rund 450.000 Einwohner. Kooperativ heißt die Leitstelle, weil dort polizeiliche und nichtpolizeiliche Aufgaben bei gemeinsamer Nutzung der baulichen und technischen Einrichtungen wahrgenommen werden. Beide Bereiche bleiben jedoch organisatorisch getrennt und werden jeweils eigenständig von einem Leiter geführt. Die Paderborner Delegation wurde von den beiden Leitstellenleitern -Achim Hackstein und Reinhard Becker- ausführlich und mit großer Offenheit mit Informationen versorgt. Bei allen Problemen, mit denen die Einrichtung einer solchen Kooperativen Regionalleitstelle verbunden war: Im Mittelpunkt standen immer die damit verbundenen Verbesserungen für die Bürger. "Zwei Tage, die sich gelohnt haben", waren sich der zuständige Dezernent Michael Beninde vom Kreis und Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn, einig. Die Ergebnisse und Erkenntnisse werden jetzt zunächst ausgewertet und dann in den zuständigen Ausschüssen diskutiert.