Paderborn setzt auf Gummi-Lösung

Für 20.000 Euro werden jährlich Kaugummis entfernt

© Stadt Paderborn

Spätestens wenn der Kaugummi unterm Absatz klebt und nicht mehr abzubekommen ist, hat einen das Problem erreicht. Den Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP) hat das Problem seit langem erreicht. Sobald es wärmer ist und die häßlichen Flecken in der Fußgängerzone wieder zu sehen sind, schickt er seine Kaugummi-Maschine los. Zwei Mitarbeiter beseitigen mit heißem Wasserdampf, einem umweltfreundlichen Reinigungsmittel, einer kleinen Drahtbürste und viel Geduld Fleck für Fleck. Immer wieder bleiben Passanten stehen und beobachten das aufwändige Unterfangen. ASP-Betriebsleiter Reinhard Nolte: "Jedes Jahr wenden wir durchschnittlich etwa 900 Stunden dafür auf, Kaugummi in der Innenstadt zu beseitigen. Dabei entstehen Kosten von rund 20.000 Euro pro Jahr, die über die Straßenreinigungsgebühren finanziert werden müssen." Geld, das leicht gespart werden könnte, wenn für den klebrigen Rest der Papierkorb genutzt würde. Wird ein Kaugummi-Spucker von einer der B.O.S.S.-Streifen (Büro für Ordnung, Schutz und Sicherheit) auf frischer Tat ertappt, wird zu Recht ein Verwarngeld von zehn Euro fällig. Genauso viel übrigens wie für das achtlose Wegwerfen einer Zigarettenkippe. Um die überwiegend jungen Verursacher auf die klebrige Lage aufmerksam zu machen, werden bei der Reinigung „ASPhaltschoner“ an das kauende Publikum verteilt. Die Karten, die das sorglose Wegwerfen der Kaugummis auf witzige Weise aufs Korn nehmen, können gleichzeitig als Klebefläche für den ausgekauten Gummi dienen und mit ihm sauber und hygienisch in den nächsten Papierkorb entsorgt werden.