Spielerisch am Selbstbild gearbeitet
"Kulturrucksack"-Aktion kam bei den Kindern bestens an
Gemeinsam mit den Künstlern Bartholomäus Rymek und Ina Schmidt haben Kinder zwischen 10 und 14 Jahren spielerisch am eigenen Selbstbild gearbeitet. Der Titel des Workshops „Ich-20-50“ steht für ein individuell gestaltetes Selbstportrait in dem Format 20x50cm. Der Workshop ist ein Modul aus dem Programm des Kulturrucksacks NRW in Paderborn. Es konnten unterschiedlichste künstlerische Mittel gewählt werden. Angefangen von der klassischen Malerei bis zu Graffititechnik und bearbeiteten Fotografien oder Schablonentechniken. Dabei ging es um weitaus mehr als um das Anfertigen einer künstlerischen Arbeit. Nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ erhielt der Gestaltungsprozess an sich den wichtigsten Stellenwert in dem Workshop. Die Kinder konnten so das eigene Denken in einem ungezwungenen Raum schärfen und neue und eigene Lösungen für sich als Herausforderung ansehen. „Erfahrungen dieser Art können nur dann gelingen, wenn Rahmenbedingungen gegeben sind, in dem Kinder durch eine wertschätzende Haltung eingeladen, begeistert und inspiriert werden. Das beweist uns die Hirnforschung wie es u.a. der Neurobiologe Gerald Hüther deutlich macht“, so Künstler Bartholomäus Rymek. Primär haben die Kinder gelernt, wie sie sich als eigene Persönlichkeit in Form der freien Malerei in Verbindung mit „Streetart“ selbst darstellen können. Dabei hat die Schablonentechnik der subkulturellen Bewegung „Streetart“ einen hohen Einfluss auf die Entstehungsprozesse gehabt. Eltern waren eingeladen, den Kurs zwischenzeitig zu besuchen, mitzumachen und an den Prozessen zu partizipieren, um so an den Prozessen beteiligt zu werden. Durch den sogenannten „Potentialentfaltungsraum“ konnten Bedingungen geschaffen werden, in dem insgesamt 20 Arbeiten im Format 20x50cm entstanden sind und zukünftig im Rahmen einer Ausstellung besichtigt werden können. „Der eigene Versuch von Misslingen und Gelingen, das Hinfallen und das selbstverständliche Wiederaufstehen, der Optimismus und das stetige Ausprobieren von Lösungen trägt zu einer Grundhaltung bei, an denen sich auch erwachsene Personen orientieren- und von den eigenen Kinder lernen können“, sagt Ina Schmidt, Künstlerin und Lehrerin in der Sek. I und II. Das Projekt „Ich-20-50“ wurde in Kooperation mit dem Verein Sozialpsychiatrische Initiative Paderborn (SPI) durchgeführt. Der SPI Paderborn e. V. engagiert sich, neben den Hauptaufgaben als gemeindepsychiatrischer Versorger im Stadt- und Kreisgebiet Paderborn, im Rahmen der Rehabilitation, Betreuung und Beratung von psychisch erkrankten Menschen, für innovative Projekte im Bereich Kunst, Theater und den neuen Medien. Mehr Informationen unter www.spi-paderborn.de.