Installation der „Apfelbaum-Skulptur“ auf Bahnhofsvorplatz
Baubeginn am 2. April
Mit seinem Entwurf einer „Apfelbaum-Skulptur“ überzeugte der Künstler Christian Hasucha Ende Februar eine aus Fachleuten und Vertretern der Stadt Paderborn besetzte Jury. Die Bau- und Installationsarbeiten des neuen künstlerischen Wahrzeichens der Stadt, das auf dem Bahnhofsvorplatz installiert wird, beginnen jetzt am 2. April. Das Kunstwerk besteht aus einer 6,50 Meter hohen und acht Meter breiten Baum-Silhouette aus Stahl, unter der ein Apfelbaum gepflanzt wird, der in die Stahl-Silhouette hineinwachsen soll. Bei dem Kunstwerk handelt es sich um den Sieger des Sparda-Kunstpreises NRW 2012, den die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West der Stadt Paderborn schenken möchte. Zunächst werden für das Aufstellen der Metallsilhouette Fundamente angelegt sowie Erd- und Pflasterarbeiten durchgeführt. Anschließend können die einzelnen Metallteilstücke vor Ort zusammengeschweißt und das Kunstwerk als Ganzes mit einem Kran aufgestellt und montiert werden. Während der Bau- und Montagearbeiten kann es im Bereich des Bahnhofvorplatzes zu Behinderungen insbesondere für Fußgänger und Radfahrer kommen. Es wird mit einer Bauzeit von ungefähr vier Wochen gerechnet. Die Wettbewerbs-Jury, der Kunstexperten, Vertreter von Stadt und Sparda-Bank West angehörten, bewertete insgesamt sechs Entwürfe von Künstlern. Mit Christian Hasucha gewann ein Künstler den Wettbewerb, der seit mehr als 30 Jahren Werke für den öffentlichen Raum kreiert. So hat der gebürtige Berliner bereits über 50 sogenannte „Öffentliche Interventionen“ in ganz Europa initiiert. Etwa in Amsterdam, Budapest, Dortmund, Graz, Köln, London, Münster oder Rom installierte er Kunstwerke, die von kleinen Objekten wie einem betonierten Radio bis hin zu Nachbauten ganzer Zimmer reichen. Für Paderborn schuf Hasucha ein Werk mit der für ihn typischen Simplizität und Vieldeutigkeit. Es stellt einen „ästhetischen Bezug her zum Verhältnis von Natur und Stadt, zum Problem der Einengung und Zerstörung im urbanen Kontext“, heißt es in der Jurybegründung. Fast naiv erzählt das Werk vom Ursprung, Gedeihen und Altern eines Baumes; es lädt ein in einen Garten mit Obsternte und Lieblingsplätzen. Doch die Skulptur mit dem Titel „später sein wird“ konterkariert, hebt Grenzen auf, setzt auf Absurditäten und verleitet so zur Diskussion – auch weil sie künftig dem modernen, puristischen Neubau des Bahnhofs gegenüber steht.