Europa zu Gast in Paderborn
EU-Workshop und 15. Symposium im Rahmen der Europawoche
Mit den Teilnehmern am EU-Workshop IDENTITÄT, den der Verein KoKoLeLe e.V. durchführte, und den Gästen der Veranstaltungen im Rahmen der Europawoche, die vom Westfalen-Kolleg und vom Westfälischen Forum für Kultur und Bildung e. V. ausgerichtet wurde, empfing Dieter Honervogt, stellvertretender Bürgermeister, insgesamt 120 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus 15 europäischen Ländern im Rathaus. Bei dem Erfahrungsaustausch wurde das Jahresthema der Europäischen Union aufgegriffen: „Wir gestalten Europa - Bürger engagieren sich für die Europäische Union.“ Der EU geht es in diesem Jahr darum, das ehrenamtliche Engagement in der Zivilgesellschaft zu würdigen, also das Europa der Bürgerinnen und Bürger. Zu diesem Thema kamen die Partner aus europäischen Kooperationsprojekten nach Paderborn, um sich darüber auszutauschen, in wieweit gerade die ehrenamtliche Arbeit im Bildungsbereich das zukünftige Europa stärkt und weiterentwickelt. Mit der Autorin Marjana Gaponenko bereicherte eine aktive Europa-Bürgerin den Empfang um eine literarische Komponente. Frau Gaponenko, geboren in Odessa, Ukraine, lebt heute in Deutschland und schreibt ihre Bücher in Deutsch. Für ihre hervorragende Sprachbeherrschung und Formulierungsfähigkeit hat sie in diesem Jahr den Adalbert-von -Chamisso-Preis bekommen. Sie las aus ihrem aktuellen Roman "Wer ist Martha" und gab Einblick in ihre Recherche- und Produktionsarbeit. Honervogt bereitete den Gästen einen herzlichen Empfang und „wünschte viele Erkenntnisse“. Dazu trug er selbst durch die Präsentation der Paderstadt unmittelbar bei. Er verwies unter anderem auch auf die älteste existierende Städtepartnerschaft zwischen Le Mans und Paderborn. Dass Vertreter vieler europäischer Länder im großen Rathaussaal vertreten waren, zeigte die lange Gästeliste. Darunter waren 26 Teilnehmer eines EU-Workshop mit dem Thema „Identität“ aus Estland, Litauen, Polen, Slowakei, Ungarn, Italien, Tschechien und Bulgarien. 32 Teilnehmer aus Ros Muc, Connermara, Irland - davon 16 Schüler zwischen acht und zwölf Jahren. Elf Finnen, drei Ungarn, sieben Polen, neun Schweden, sieben Slowaken, sechs Bulgaren und vier Niederländer. Allesamt eingeladene Kooperationspartner aus abgeschlossenen oder laufenden EU-Projekten. Mit Ergebnissen aus zwei laufenden Projekten unter den Titeln HELDEN & HEILIGE und ZEIT trugen die Projektpartner zum 15. Symposium bei, das am 4. Mai im Westfalen-Kolleg stattfand. Dazu waren auch die weiteren Partner aus Spanien, Belgien, Estland, Tschechien, Litauen und Lettland angereist, die zum europäischen Netzwerk des Westfalen-Kollegs zählen. Auch ein musikalischer Beitrag, ganz im europäischen Sinn, bereicherte den Workshop: Robert Kusiolek und Elena Chekanova, die zwar in Hannover leben, aber aus Polen stammen, spielten im Rathaussaal und konzertierten noch am gleichen Abend in der Kapuzinerkirche. Für Dr. Ulrike Kurth, die für die Programme, die Künstler und auch die Projektpartner verantwortlich zeichnet, ist es immer wieder eine Herausforderung, die europäische Woche attraktiv zu gestalten. „Mit Blick auf die entfernten Herkunftsländer unserer Teilnehmer scheint es in der Tat lohnend zu sein den weiten Weg zu machen. So gesehen liegt Paderborn zentral in Europa“, freut sich Ulrike Kurth über die gut besuchte Veranstaltung.