Finnische Gäste im Rathaus

GSN goes Europe

© Stadt Paderborn

Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Paderborn, Dieter Honervogt, empfing 13 finnische Schülerinnen und Schüler, ihre begleitenden Lehrer und ihre deutschen Gastgeber vom Gymnasium Schloss Neuhaus. Es ist bereits der siebte Austausch mit der Partnerschule in Helsinki im Rahmen des Großprojekts „GSN goes Europe“. Auch Vertreter der Deutsch-Finnischen Gesellschaft und vom Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) der Universität Paderborn wohnten dem Empfang im Rathaus bei. „Wir Deutsche hoffen, dass wir unseren Gästen das zurückgeben können, was wir an Herzlichkeit, Zuwendung und guter Schule - PISA lässt grüßen - zurückgeben können,“ freut sich Studiendirektor Rainer Sroka. Dieter Honervogt, der den Gästen die Paderstadt eingangs vorstellte, wünschte „allen eine schöne Zeit in Paderborn und viele tolle Eindrücke, die sie mitnehmen können.“ Die begleitenden finnischen Lehrerinnen Ursula Viita-Leskelä und Heli Vilenius-Suhanto, beide sind Deutschlehrerinnen, übersetzten problemlos die Worte des Bürgermeisters ins Finnische. „Der Kontakt zwischen den Schulen in Helsinki und Schloß Neuhaus basiert auf einer damaligen Veranstaltung im Gymnasium Schloß Neuhaus (GSN), bei der Prof. Dr. Maria Anna Kreienbaum das LinE-Projekt (Europakompetenz in der Lehrerbildung) vorstellte und das Neuhäuser Gymnasium als Partner des universitären Projekts gewann,“ erklärt Sroka. Das GSN hat in dieser Zeit verschiedenen finnischen Lehramtsstudenten ein Schul-Praktikum in Paderborn ermöglicht. Die Partnerschule in Helsinki trägt den langen Namen „Helsingin yliopiston Viikin normaalikoulu.” ”Die Bezeichnung ‚normaalikoulo‘ bedeutet, dass sie die Norm für das Schul- und Unterrichtsleben sowie für die Lehrerausbildung vorgibt. Sie gehört somit zu einer der Exzellenzschulen von Finnland. Die Schule ist eine besondere Schule, vergleichbar mit einer ganztägigen Gesamtschule mit den Klassen eins bis neun und einer Oberstufe; parallel zur universitären Ausbildung erhalten an dieser Schule sehr viele Studentinnen und Studenten als Praktikanten ihre schulpädagogische Ausbildung - vergleichbar mit unserer Referendarausbildung,“ erklärt Sroka das finnische System und ergänzt: „Die Schule ist also ganz eng mit der Universität Helsinki verbunden. An der Schule werden jährlich etwa 300 studentische „Praktikanten“ ausgebildet.“ Die Verbundenheit der Universitäten und Schulen in Helsinki und Paderborn konnte bereits eine enge Kooperationsvereinbarung hervorbringen: Dabei geht es vor allem um den gemeinsamen Austausch von Studenten. Die Austauschschüler absolvieren während ihres Besuchs ein umfangreiches Programm: Unterricht, sportliche Aktivitäten, ein Besuch im HNF, eine Köln-Fahrt ins Olympia-Museum, ein Ausflug in den Kletterpark an den Fischteichen sowie eine spannende GPS-Stadtrallye. Sroka: „Wichtig sind den deutschen und finnischen Lehrern die persönlichen Kontakte unter den jungen Leuten und das Kennenlernen des Zusammenlebens in den deutschen Gastfamilien.“