Welt-Premiere in Paderborn
Muslimische Theologinnen promovierten in "Komperativer Theologie"
Als erste nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, haben die muslimischen Theologinnen Dr. Tuba Isik und Dr. Muna Tartari jetzt an der Universität Paderborn in dem jungen Fach „Komparative Theologie“ promoviert. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Dekan der Kulturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Volker Peckhaus, den beiden jungen Wissenschaftlerinnen ihre Promotionsurkunden. Doktorvater Prof. Dr. Klaus von Stosch, Vorsitzender des „Zentrums für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften“ (ZeKK), lobte die mit der Höchstnote bewerteten Arbeiten der Promovendinnen: Sie hätten einen Weg eingeschlagen, der sich auch durch einen Wechsel der Perspektive und die Einbeziehung fremder christlicher Denkweisen auszeichne. „Muna Tatari und Tuba Isik haben mit ihren innovativen Arbeiten gezeigt, dass Muslime in Deutschland etwas Entscheidendes beizutragen haben.“ Emin Özel, Vorsitzender der Dachorganisation der muslimischen Gemeinden in Paderborn (Schura) prophezeite, dass „Paderborn mit diesem beiden Theologinnen zu einem Mekka der Komparativen Theologie werden wird.“ Das 2009 gegründete ZeKK an der Universität Paderborn ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung, in der unterschiedliche Theologien und Kulturwissenschaften zusammenarbeiten.