Kinderbildungshaus Paderborn zieht Resümee
Veranstaltung zum Ende der dreijährigen Pilotphase
Jetzt zogen die Beteiligten des Paderborner Kinderbildungshauses mit einer feierlichen und zugleich informativen Transferveranstaltung ein erstes Resümee zur dreijährigen Pilotphase, das durchweg positiv ausfällt: Mit Hilfe der wissenschaftlichen Begleitung konnten wichtige Ergebnisse gesammelt werden, neben dem Modellprojekt ist eine Gemeinschaft aus Bildungshauspartnern entstanden und die Bildungschancen der Kinder haben sich verbessert. Das Kinderbildungshaus ist als Modellprojekt in den Paderborner Einrichtungen Stephanusschule, Kita Fontanen und FamZ. Lange Wenne angesiedelt. Ziel ist es, einen fließenden Übergang zwischen Kita und Grundschule zu ermöglichen. Stefan Wolf von der Peter Gläser Stiftung Detmold führte durch die Veranstaltung im mit 170 Erzieherinnen und Erziehern, Grundschullehrerinnen und Lehrern sowie Projektbeteiligten gefüllten Rathaussaal. Herzstück des Modellprojektes seien von Beginn an die Lernwerkstätten, die sich über die drei Jahre stetig verändert und an Qualität gewonnen haben. Die anfänglichen Vorstellungen und Visionen wie beispielsweise das Gestalten bruchloser Bildungsbiografien der Kinder, das Schaffen einer Alltagstauglichkeit der Lernstätten sowie die Arbeit in einem multiprofessionellen Team seien alle erfolgreich umgesetzt worden, resümiert Gabriele Mikus, Leiterin des Bildungsbüros Kind & Ko. Mikus: „Auch die Qualität in der pädagogischen Arbeit hat innerhalb der drei Jahre erheblich zugenommen. Jetzt am Ende der Pilotphase strahlt das Kinderbildungshaus Paderborn auf andere Einrichtungen aus und macht ihnen Mut, den Übergang noch intensiver zu gestalten. Die Erfahrungen und Erkenntnisse werden unter anderem über eine Dokumentation, über Fortbildungen oder Hospitationsangebote multipliziert." Zu oft würde immer noch das Unterschiedliche von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen betont. Kitas und Grundschulen hätten unterschiedliche Aufträge, arbeiteten unter unterschiedlichen rechtlichen und strukturellen Voraussetzungen und unterschieden sich in ihrer fachlichen Ausrichtung. Dennoch oder gerade deshalb sei es wichtig, etwas Verbindendes zu finden, denn es geht im Kern um dasselbe Individuum, um das einzelne Kind, so die NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann, deren Grußwort aufgrund ihrer Abwesenheit verlesen wurde. „Sie haben hier mit dem Kinderbildungshaus Paderborn etwas ganz Wunderbares und Nachhaltiges geschaffen“, lobt Löhrmann, der sich Bürgermeister Heinz Paus gerne anschloss: „Danke allen, die das Projekt vorbereitet, entwickelt und vorangetrieben haben. Danke auch an die beteiligten Schulen, Kitas und Eltern sowie der Universität Paderborn, die alles eng begleitet hat“, fand auch Bürgermeister Heinz Paus lobende Worte.