Öffentliche Führung

Samstag, 30. November: Sonderzüge in den Tod

© Stadt Paderborn

Das Historische Museum im Marstall, Schloß Neuhaus, lädt am Samstag, 30. November, um 15 Uhr zu einer öffentlichen Führung in die Ausstellung "Sonderzüge in den Tod". Am Nordbahnhof Paderborn stiegen am 13. Dezember 1941 jüdische Familien in einen Zug ein ohne Aussicht auf Rückkehr. Dieser Zug führte die 17 Männer, Frauen und Kinder zum Ghetto in Riga und von dort in die Vernichtungslager. Vier Personen überlebten den Transport. Das war der Beginn der systematischen Ermordung der Paderborner Juden. Die Deportationen zerstörten auch die Familie Kosses. Albert und Berta Kosses lebten mit ihren Kindern Hans, Hilde, Lieselotte und Henny in Paderborn. Sie führten ein Textilgeschäft, das in der Reichspogromnacht zerstört wurde. Viele jüdische Familien erhielten danach die Ausreisegenehmigung nach England. Die Familie Kosses wartete vergeblich darauf. Mit der jüngsten Tochter Henny wurden die Eltern nach Theresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet.