Tanztheater und Vorlese-Workshop
In der Stadtbibliothek Paderborn
Im Rahmen der Themenwochen „Im Alter begleiten“ der Stadtbibliothek Paderborn wird das Tanztheater-Projekt „Müßiggang im Vierteltakt“ noch zweimal aufgeführt. Die Aufführungstermine sind an zwei Sonntagen, 15. und 22. September, jeweils um 11 Uhr, in der Zentralbibliothek am Rothoborn. Der Eintritt kostet fünf Euro. Außerdem findet am Montag 23. September, von 10 bis etwa 16 Uhr in der Zentralbibliothek am Rothoborn ein Workshop mit dem Vorlesetrainer Klaus Langer statt. Das Tanztheater-Projekt entstand mit der Choreographin Birgit Aßhoff (Paderborn/Berlin) und Bewohnern und Besuchern des Mehrgenerationen-Wohnprojekts am Tegelbogen. Die Gruppe entwickelte ein Tanztheater, das sowohl von reichhaltigen Lebenserfahrungen und Erlebnissen, als auch von den Gegebenheiten des Ortes der Stadtbibliothek inspiriert wurde. Beeinflusst von den vielen Kochbüchern wird ein Rezept für Kohlrouladen getanzt (nicht gekocht!) und in der Filmabteilung tänzerisch eine Liebesgeschichte angedeutet. Das Tanzgeschehen im Café regt zum Schmunzeln an und zeigt, dass die Aufmerksamkeit der dortigen Besucher nicht nur auf Tee und Zeitunglesen gerichtet ist. Die Tänzer dieser außergewöhnlichen Dinge sind Magda Bremer, Anita Eusterholz, Christa Fellendorf, Jürgen Laas, Hanne Loser, Nieves de Yraola, Eleonore Schlenger, Renate Stüken, Gabriele Wellen und Barbara Wichmann. Die Choreographin Birgit Aßhoff wird unterstützt von Ute Bremer und Marion Martini. Um die Begleitmusik von den Comedian Harmonists, Ludovico Einaudi und anderen kümmert sich Adda Schade und die Videodokumentation übernimmt Reinhard Jäger. Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Spar-und Bauverein Paderborn, der Stadt Paderborn und der Sparkasse Paderborn-Detmold. Der Workshop mit Vorlesetrainer Klaus Langer hilft allen, die vor Publikum lesen wollen. Insbesondere ältere Menschen können aufgrund von Seh- und Konzentrationsschwächen kaum noch selber lesen. Aber auch ältere Menschen, deren aktive Lesemöglichkeit eingeschränkt ist, lassen sich gerne vorlesen. Mit dem Vorlesen - einem kulturellen Angebot - kann ihnen Farbe und Abwechslung in den Alltag gebracht werden. Die Qualität eines Textes lebt oder stirbt mit der Art und Weise seines Vortrags. Deshalb ist es ratsam, sich vor dem Vorlesen eines Textes vor Publikum nicht allein mit dem Geschriebenen zu beschäftigen. Im Buch genügt allein der Text. Vor Publikum braucht es mehr. Genau damit wird sich der Workshop beschäftigen, um das Vorlesen noch lebendiger zu gestalten. Neben vielfältigen Tricks zum spannenden Vorlesen, werden auch Atem- und Sprachübungen Thema sein. Eine Anmeldung ist erforderlich, da nur eine begrenzte Teilnehmeranzahl möglich ist.