Bis Samstag heißt es noch „Ab in die Mitte“

PADERQuellen der Identität

Wohnzimmerkonzerte, eine Ausstellung zu den privaten Wegen in die Mitte und eine junge Lesebühne auf dem Königsplatz – das Projekt „PADERQuellen der Identität“ bot in dieser Woche viele Möglichkeiten, sich mit der Innenstadt Paderborns auseinanderzusetzen. Am Montag, 9. September, wurde die Ausstellung „Wege in der Mitte“ eröffnet, die durch Fotostrecken die alltäglichen Wege der Paderborner Bürgerinnen und Bürger in die Stadt dokumentiert. Neben den Fotografien erlauben Zeichnungen, Filme und Tonaufnahmen einen privaten Einblick in die persönliche Stadtmitte der Künstler. Noch bis Samstag kann die Ausstellung auf dem Königsplatz 14 jeweils von 15 bis 18 Uhr besucht werden. Einen weiteren privaten Einblick in das Leben in der Innenstadt gewährte der Veranstaltungstag „Das Private in der Mitte“ am Dienstag, 10. September. In zehn Privatwohnungen wurde zu Musik, Lesungen, Kabarett und vielem mehr geladen. Da die Anmeldung zu dieser Veranstaltung blind erfolgte, wussten die Teilnehmer erst welches Programm sie erwarten würde, als Matthias Lüke, die Band REKK, das Kabarett Radau oder einer der vielen anderen Künstler und Kulturschaffenden auf die privaten Bühnen traten. Die Wohnungen waren hierbei ebenso vielfältig wie das Programm und reichten von studentischen Wohngemeinschaften bis hin zu einem großräumigen Loft. Auch der stellvertretende Bürgermeister, Dietrich Honervogt, stellte seine Wohnung zur Verfügung. Bei ihm konnten die Gäste eine Talkrunde zum Thema „Kulturpolitik Paderborn 2020“ folgen. Auch inmitten der Paderstadt fand am Donnerstag, 12. September, die Veranstaltung „Erzählte Mitte“ statt. In Zusammenarbeit mit dem Lektora Verlag und den Paderborner Lesebühnen „Leserschwert“ und „Lyriker Lounge“ wurde der Königsplatz zu einem Ort des Erzählens. Zehn junge Autoren trugen ihre persönlichen Geschichten über die Domstadt bei Pool, Mc Donalds und im Leerstand am Königsplatz 14 vor. Hierbei ging es um Paderborn, ganz im Hier und Jetzt – eine alte Stadt, die Geschichte atmet und dennoch Ort von Jugendkultur und junger Lebenswelt ist. Ehrlich, kritisch und spannend präsentieren die jungen Leser dem Publikum in Gedichten und Kurzgeschichten „ihre“ Stadt. Wer diese Veranstaltung verpasst hat, kann alle Texte der Autoren im „Paderborner-Geschichtentagebuch“ lesen, das begleitend im Lektora Verlag erschienen ist. Erhältlich ist das Buch im DIN A6-Format für drei Euro in der Tourist Information am Marienplatz. Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Projekts „Paderquellen der Identität“ werden am Freitag und am Samstag die Paderborner Innenstadt bereichern. Am Freitag, 13. September, wird unter dem Motto „Gebaute Mitte“ die Architektur und Bauweise der Innenstadt in den Vordergrund gerückt. Ort des Geschehens sind hierbei der Königsplatz, die Westernstraße zwischen Klingenthal und der Franziskanerkirche und das Westerntor. Die große Abschlussperformance findet dann am Samstag, 14. September statt. Begleitet von über 300 Tänzern, Sportlern und Musikern wird um 15.30 Uhr das Wasser als Symbol der Vielfalt der Menschen aus der Pader geschöpft und in den Neptunbrunnen überbracht. Dort wird der Abschluss dieser bunten und spannenden Woche gemeinsam gefeiert.