Kultur stand im Mittelpunkt
Paderborner Delegation beim Partnerschaftstreffen in Bolton
Bolton/Das kulturelle Erbe und aktuelle kulturelle Entwicklungen waren Thema beim Partnerschaftstreffen in Bolton. In der englischen Partnerstadt nahm an diesem Treffen neben einer Delegation aus der französischen Partnerstadt auch eine Paderborner Abordnung teil. Unter Leitung von Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn, waren die Ratsmitglieder Rainer Lummer, Franz-Josef Henze, Klaus Hüvel, Wilhelm Dohms, Brigitte Tretow-Hardt, Manfred Krugmann, Stephan Hoppe sowie John Greaves vom Vorstand des Deutsch-Englischen Clubs Paderborn, Janine Beller vom Partnerschaftsreferat und Hans-Georg Ilskens vom Kulturamt der Stadt Paderborn dabei. Neben dem Partnerschaftstreffen fand in Bolton gleichzeitig das Food&Drink Festival statt. Wie präsentieren die Städte ihre Kultur, ihre Kunst und ihr Erbe? Welchen Nutzen hat das für die Stadt und die Wirtschaft? Das waren die zentralen Fragen, die auch Hans-Georg Ilskens in einem Vortrag für Paderborn beantwortete. Kultur und deren Pflege gehöre in Paderborn zu den Grundbedürfnissen, da sie Identität und Orientierung schaffe und dem Einzelnen die Chance intellektueller und emotionaler Bereicherung und Prägung biete, so Ilskens. Er skizzierte Paderborns Kulturlandschaft und kam zu dem Schluss, dass der Mix verschiedener Akteure und Richtungen die Paderborner Kulturszene ausmache, wobei die Stadt die Aufgabe habe, dies zu moderieren. Als Stützen kultureller Bildung nannte er die Kulturwerkstatt, die Paderhalle, das Theater Paderborn, das Heinz Nixdorf-Museums-Forum, den Schloss- und Auenpark Schloß Neuhaus sowie die Universität Paderborn. Als wichtige Elemente des kulturellen Erbes in Paderborn bezeichnete Ilskens den Dom und die Paderquellen, wobei er im Anschluss auf das Projekt "PADERQuellen der Identitäten" einging. Damit hatte sich die Stadt erfolgreich am Wettbewerb Landeswettbewerb "Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW" beteiligt. Durch diese Aktion wachse der Zusammenhalt und es entstehe ein Gemeinschaftsgefühl in der Stadt. Neben dem Einzelnen profitiere natürlich auch die Wirtschaft und der Handel, weil durch dieses Projekt die Innenstadt neu entdeckt werden könne. Yves Ollivier, stellvertretender Bürgermeister aus Le Mans, berichtete von einem Projekt, bei dem zentrale Gebäude in der westfranzösischen Stadt mit Bildern illuminiert wurden, so dass Bekanntes in einem, im wahrsten Sinne des Wortes, anderen Licht erstrahlte.