Wo ist die Libori-Birne?
Im Haxtergrund ist Sonntag wieder Streuobsttag
Welcher Apfel wächst in meinem Garten? Antwort auf diese Frage können Paderbornerinnen und Paderborner am Sonntag, 22. September, von 10 bis 17 Uhr bekommen. Beim Paderborner Streuobsttag im Haxtergrund rund um die Waldschule werden auch wieder Apfelsorten bestimmt und seltene lokale Apfelsorten gesucht. Bei der dritten Auflage der Veranstaltung des städtischen Amtes für Umweltschutz und Grünflächen und der Biologischen Station Kreises Paderborn-Senne e.V. wird neben anderen interessanten Programmpunkten auch eine Apfelsortenbestimmung angeboten. Der Pomologe Hans-Joachim Bannier aus Bielefeld dürfte mit seinem Wissen rund um die Apfelsorten für manches Aha-Erlebnis sorgen. An einer Sortenbestimmung Interessierte sollten von der Apfelsorte mindestens drei einwandfreie, sonnengereifte Früchte mitbringen. Für jede bestimmte Sorte wird ein Unkostenbeitrag von zwei Euro erhoben. Gleichzeitig unterstützt die Stadt Paderborn ein NRW-Projekt zum Erhalt der genetischen Vielfalt im Obstbau. Dafür werden Hinweise auf Standorte seltener, lokaler Obstsorten gesucht. Gefahndet wird nach Apfelsorten, wie dem Paderborner Seidenhemdchen, dem Elsener Rosenapfel, dem Bürener Zitronenapfel oder der Libori-Birne. Jeder, der Angaben zu den genannten Sorten oder zu anderen für den Kreis Paderborn typischen Lokalsorten machen oder sogar Belegfrüchte mitbringen kann, sollte am Streuobsttag zum Stand des Sortenbestimmers kommen. Entsprechende Informationen werden auch gerne per Mail unter der Adresse "g.moritzpaderbornde" entgegengenommen. Bei der Neuanlage von Streuobstwiesen kann dann auf bekannte Baumstandorte zurückgegriffen und die Obstsorte durch Veredelung erhalten werden. Dabei ist auch das Saftmobil, das Saft aus eigenen Früchten herstellt. Wer dieses Angebot nutzen möchte, muss sich allerdings unter der Rufnummer 0 52 50 / 7 08 41-0 oder per E-Mail unter "infobs-paderborn-sennede" anmelden. Vorgeführt wird beim Streuobsttag unter anderem auch ein Obstbaumschnitt. Imker erläutern die Rolle der Bienen, faire Schokoäpfel werden verkauft, Streuobstwiesenapfelsaft wird von der Biologischen Station angeboten. Auch Kaffee und Kuchen werden nicht fehlen. Zu Harfenklängen werden Geschichten und Gedichte übers Obst vorgelesen. "Wir haben wieder allerhand vorbereitet, das Kommen lohnt sich", hofft Mitorganisator Toni Wiethaup auf regen Zuspruch.