Partnerschaftskonferenz Le Mans – Bolton – Paderborn

Klimaschutz in Partnerstädten war Programmschwerpunkt

© Stadt PaderbornPartnerschaftskonferenz, Daniel Höing, Rathaus

„Die Partnerschaftskonferenz hat eine jahrelange Tradition und ist jedes Jahr ein Aushängeschild, eine Konstante der guten Beziehungen zwischen unseren Städten“, begrüßte Bürgermeister Michael Dreier am Samstag, 13. Dezember, die Vertreter aus Bolton und den Paderborner Partnerschaftsvereinen im großen Rathaussaal. In diesem Jahr war der Klimaschutz zentrales Thema des Partnerschaftstreffens. Verschiedene Vorträge informierten in der Konferenz über die kommunalen Belange des Klimaschutzes.

„Think global, act local“ war das Motto der Konferenz, die deshalb auch den Schutz des Klimas als Programmschwerpunkt ansetzte und gemeinsam mit den Vertretern aus Bolton und den Partnerschaftsvereinen diskutierte. Dreier: „Es freut mich ganz besonders, dass wir in Paderborn in diesem Jahr als Gastgeber begrüßen dürfen und wir ein für uns aktuell sehr wichtiges Thema in den Mittelpunkt stellen können. Der Klimaschutz beschäftigt uns derzeit intensiv und das nicht nur vor dem Hintergrund der europaweit geltenden Regeln für die Klimaschutzziele.

Die städtische Klimamanagerin Yvonne Rüther erläuterte dabei die Vorgaben des Klimaschutzes in Deutschland und die Umsetzung in Paderborn. Die wesentlichen Klimaschutzziele seien die Reduktion der CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet um 25 Prozent bis zum Jahr 2030 sowie eine langfristige Reduktion um 40 Prozent bis zum Jahr 2050, so Rüther. Tobias Zenke, Energiemanager beim Gebäudemanagement (GMP), referierte darüber, wie sich öffentliche Gebäude energiesparend und klimaschonend betreiben ließen. Zu beachten sei, dass fast 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland auf den Gebäudebereich entfallen. In seinem Vortrag stellte er unter anderem auch Energiekonzepte für Neubauten vor. Der Großteil des Energieverbrauchs entfalle weiterhin mit rund 64 Prozent auf die Schulen inklusive der Schulsporthallen. Sowohl bei den Schulen als auch bei den Kindergärten konnte in Paderborn die Energieeffizienz gesteigert werden und sei heute deutlich besser, ergänzte Ellen Döpper vom GMP. Tim Hill, Leiter der städtischen Planungs- und Wohnungsbauabteilung in Bolton, berichtete von einem Sanierungsprogramm, bei dem Wohnungen und Häuser in der Paderborner Partnerstadt über drei Jahre energetisch umgerüstet wurden. Er stellte zudem die Klimaschutzziele Boltons vor, die mit der Stadt Paderborn im Grunde vergleichbar seien.

Michael Dreier begrüßte an dem Tag auch den Bürgermeister von Bolton, Martin Donaghy, der gemeinsam mit anderen Stadträten die britische Delegation begleitete. Moderiert wurde die Veranstaltung von Verena Hagemeier. Die Programmpunkte zur Partnerstadt Le Mans mussten leider abgesagt werden, weil es bei der Anreise des französischen Ratsvertreters zu Verzögerungen gekommen war.

Am Sonntag erlebten die Gäste eine Stadtführung mit John Greaves vom Deutsch-Britischen Freundeskreis, der auch an der Konferenz im Rathaus teilnahm. Besichtigt wurde auch der Dahler Windpark sowie das energieautarke Klärwerk in Sande.