„Zerstörung der Baukultur durch Wärmedämmung“

Vortrag im Rahmen des Modellprojekts „Baukultur in der Praxis“

© Stadt PaderbornKlaus Beck, Birgit Rohe

Viele alte Fassaden sind schon unter einer dicken Lage Wärmedämmung verschwunden. Immer mehr bauhistorisch wertvolle Häuser werden auf diese Weise energetisch saniert. Je höher die Gas- und Ölpreise, desto dynamischer die Entwicklung. Doch Wärmedämmung und baukulturelle Qualität müssen nicht zwangsläufig ein Gegensatz sein. Wie dieser Konflikt gelöst werden kann, möchte der Architekt Klaus Beck in seinem Vortrag über die „Zerstörung der Baukultur durch Wärmedämmung“ aufzeigen. Der Vortrag findet am Dienstag, 18. Februar, um 19 Uhr im großen Rathaussaal im Rahmen des Modellvorhabens „Baukultur in der Praxis“ im Handlungsfeld `Experimenteller Wohnungs- und Städtebau´ (ExWoSt) statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei.

„Die Idee zu dem Vortrag entwickelte sich vor dem Hintergrund der kritischen Medienbeiträge zur Wärmedämmung. Sorgenvoll klingende Titel wie ‚Die verpackte Republik‘ oder ‚Deutschland isoliert sich‘ förderten die Aufmerksamkeit“, erklärt Beck die Beweggründe.

Klaus Beck, geboren 1954 in Essen, studierte Ethnologie, Volkskunde, Vor- und Frühgeschichte in Münster und Bonn. Er ist ausgebildeter Holzbildhauer mit Tätigkeit als Bildhauer in Spenge. Nach seinem Architekturstudium an der FH Bielefeld, Abteilung Minden und an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft, ist er seit 1986 als freier Architekt, Stadt- und Freiraumplaner sowie als Bildhauer tätig.

Mit dem Modellprojekt im Handlungsfeld `Experimenteller Wohnungs- und Städtebau´ (ExWoSt) des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung sollen Ansätze zur Qualitätssicherung für die (Paderborner) Baukultur entwickelt werden. Motivation der Stadt Paderborn für die Teilnahme an dem Modellvorhaben war insbesondere die Sensibilisierung einer breiten Öffentlichkeit für das Thema Baukultur.