Vortrag über die Wasserkünste

Am Donnerstag, 10. Juli

Die „Freunde der Pader“ und das Museum für Stadtgeschichte laden gemeinsam zu einem Vortrag über die Paderborner Wasserkünste am Donnerstag, 10. Juli, um 19 Uhr, in das Adam-und-Eva-Haus in der Hathumarstraße 7, ein. Der Vortrag ist kostenlos.

Die städtische „Wasserkunst“ Paderborns gehört mit ihrer Ersterwähnung im Jahre 1523 zu den ältesten Pumphebewerken Deutschlands. Zusammen mit den Pumpenhäusern der „Jesuiten“- und „Kapuziner“-Wasserkunst, die in den 1620er Jahren ebenfalls im Paderquellgebiet errichtet worden sind, prägten zahlreiche öffentliche Laufbrunnen („Kümpe“) das Erscheinungsbild der Stadt, die durch ein unterirdisches Wasserleitungssystem miteinander korrespondierten. In diesen zentralen Wasserbehältern stellte die Stadt ihren Bürgern über 300 Jahre nicht nur Trink-, Brauch- oder Nutzwasser, etwa zum Bierbrauen, zur Verfügung, sondern sie dienten auch und vor allem der Brandprävention.

Fragen und Probleme zur Wasserversorgung der frühneuzeitlichen Stadt werden in diesem Werkstattbericht am Paderborner Beispiel vorgestellt. Zu technischen, umweltpolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten, die vom „Arbeitskreis Wasserkunst“ im letzten Jahr erneut unter die Lupe genommen worden sind, stellt der Paderborner Historiker Dr. Michael Ströhmer, Privatdozent am Historischen Institut der Universität Paderborn Geschichte der Frühen Neuzeit, die neuesten Forschungsergebnisse seiner Archiv- und Museumsrecherchen einer breiteren Öffentlichkeit vor.