Erstmals seit 2007 kein Zuwachs

Bevölkerungsentwicklung 2013 in Paderborn

Im vergangenen Jahr sank die Einwohnerzahl in Paderborn leicht und stellt somit, laut der städtischen Statistikstelle, seit 2007 das erste Jahr da, indem es zu keinem Bevölkerungszuwachs in Paderborn kam. Mit einem Minus von 0,03 Prozent leben zurzeit 145.675 Menschen in der Stadt Paderborn. Mit 305 Personen, die Paderborn verließen, war das Jahr 2007 deutlich stärker von einem Rückgang geprägt. Dennoch ist die jahreszeitliche Entwicklung im vergangenen Jahr ein vergleichsweise besonderer Fall. Während von Januar bis Mai 2013 die Bevölkerung um 166 Personen abnahm, stieg diese von Juni bis Oktober wieder um 306 Personen an. Während der Monate November und Dezember fiel das Bevölkerungsbarometer wieder um 177 Personen. Insbesondere der November war in den vergangenen Jahren durch deutliche Einwohnerzuwächse gekennzeichnet.

Der Anteil unserer ausländischen Mitbürger stieg im letzten Jahr um 460 Personen an. Somit leben nun insgesamt 13.111 Bürger ausländischer Herkunft in Paderborn, was einen Bevölkerungsanteil von neun Prozent entspricht. Einen besonderen Anstieg konnte hierbei bei den Mitbürgern aus Syrien wahrgenommen werden, die mit 117 Zuzügen auf 397 Menschen stieg. Die Zahl der Türkinnen und Türken hingegen sank um 70 Personen auf jetzt 2.065 Mitbürger und stellt damit, von allen in Paderborn vertretenden Nationalitäten, die am stärksten abnehmende Gruppe dar.

Ein positives Ergebnis weist die „natürliche Bevölkerungsbewegung“. Mit 1.386 Geburten übertrifft die Anzahl zwar die aus dem Vorjahr, kann aber zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren nicht die Zahl von 1.400 Neugeborenen erreichen. Die Zahl der Sterbefälle hingegen stieg mit 1.201 erstmals auf über 1.200. Da immer mehr Menschen in Paderborn ein Alter über 80 Jahre erreichen, ist ein weiterer Anstieg von Sterbefällen in den kommenden Jahren als wahrscheinlich. Der, aus Geburten und Sterbefällen errechnete, natürliche Saldo verläuft mit 185 im positiven Bereich, liegt aber zum zweiten Mal unter einem Saldo von 200 und ist somit ebenfalls rückgängig.

Die sogenannten Wanderungen trugen diesmal nicht zu einem Bevölkerungswachstum bei. Zwar war die Zahl der 8.039 Zuzüge als zweithöchster Wert der letzten 18 Jahre zu betrachten und somit deutlich höher als im Vorjahr, dennoch stieg die Fortzugszahl noch deutlicher. Insgesamt ergab dies einen Wanderverlust von -222 Personen.

Unterschiedlich vielen die Entwicklungen der Altersgruppen aus. Die Zahl der 10-13 Jährigen sank am stärksten um -2,2 Prozent, während die Zahl der 14-17 Jährigen nahezu stagnierte. Ebenfalls rückläufig war die Zahl der 35-49, -2,5 Prozent, und der 70-74 Jährigen mit 5,0 Prozent. Trotz doppeltem Abiturjahrgang lag auch die Gruppe der 18-22 Jährigen bei einem Minus von 4,3 Prozent.

Zuwächse waren hingegen bei den null- bis zweijährigen, plus 1,3 Prozent, den 26-30 Jährigen, plus 2,0 Prozent, den 50-65 Jährigen, plus 2,7 Prozent, und den über 90 Jährigen mit plus 5,2 Prozent aufzuweisen. Diese Entwicklung liegt stärker in der demographischen Entwicklung begründet, als durch Zu- oder Fortzüge.