Paderborner Literaturnacht am Samstag (22. März)
Vom süßen Duft der Verlockung, von Labertaschen und Mord- und Totschlag
Ein besonderer Höhepunkt der Paderborner Kulturtage ist auch in diesem Jahr die Literaturnacht am Samstag, 22.März. Insgesamt 15 Aufführungen laden ein, den Abend und die Nacht bei jeweils freiem Eintritt zu einem Literaturerlebnis werden zu lassen:
Im Einwohneramt dreht sich alles um das runde Leder. Das „junge amateur theater“ präsentiert ein witzig-spritziges Programm über Traum und Trauma des Fußballs (18.30 Uhr und 21 Uhr).
Verführerische Düfte locken in die Stadtparfümerie Piper in der Westernstraße. Bei einem Gläschen prickelnden Proseccos geht es auch literarisch um reizvolle Verlockungen: Eine Lesung mit Jennifer Münch, am Klavier begleitet von Dieter Nowak (19 und 20 Uhr).
„Ein Eimer Wasser, eine Schaufel Schnee, ein Lied vom Regen und ein heißer Tee“, so der Titel des Programms im Literaturcafé des Rathauses. Christine Seck und Antje Wenzel präsentieren anlässlich des Weltwassertages eine nasse Lesung mit trockener Musik. Und das alles bei einer schönen Tasse Tee (18.45 und 20.30 Uhr)
Wer sich eher für „Modisches“ interessiert, der ist bei den Kneipenlesern im Heinz Nixdorf MuseumsForum gut aufgehoben. Unter dem Titel „LaberTaschen – Wenn Mode auspackt“ gibt es Hintergründiges und Humorvolles passend zum Thema der Sonderausstellung des Museums (19.00 Uhr – 21.00 Uhr).
Spannendes, Unerwartetes und Erheiterndes rund um die Welt der Literatur in Zeiten des Web 2.0. erwartet die Besucherinnen und Besucher, wenn das Improvisationstheater Improsant die Bühne in der Buchhandlung Linnemann betritt. Für diesen Auftritt wird garantiert jeder sein E-Book zuklappen (19.30 Uhr).
Pünktlich zur Verleihung des Georg Büchner Preises an die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff zeigt das Theater Paderborn im Theatertreff „Pong redivivus“. Pong, der liebenswürdige verrückte Held lebt. Nun liegt er im Krankenhaus und hat alle Zeit der Welt, sich seinen Gedanken hinzugeben, die vor allem um rätselhafte Objekte kreisen, die er zu Hause verwahrt. Zuletzt mündet alles in die eine Erkenntnis: „Einen Freund musste man glücklich machen, glücklich und sonst nichts“ (19.30 Uhr).
Um Mord und Totschlag aus dem Groschenroman geht es in der Städtischen Galerie. Nachdem die Theatergruppe um Ann-Britta Dohle Madrid und Manfred Schlaffer im letzten Jahr Herzeleid und Intrigenspiel präsentierte, heißt es dieses Mal „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Da gerät Tiefkühlware ins Zwielicht und werden Hähnchenkeulen zu Mordwerkzeugen (20.15 und 21.30 Uhr).
Schauspielkunst, Interaktion, spontane Comedy und Wortspielereien stehen auf dem Programm, wenn das Improvisationstheater Emscherblut die Bühne der Kulturwerkstatt betritt (21 Uhr). Bereits um 18 Uhr beginnt dort ein Bücher- und Medien-Flohmarkt.
Solotheater mit Heiko Grosche wird im Amalthea-Theater gezeigt. Anton Tschechow selbst bezeichnete seinen „Heiratsantrag“ als „dämliches Vaudevillechen“. Das kleine Luststück gibt einen besonderen Ausblick auf die zukünftige Ehe zweier Liebender
(21 und 22.30 Uhr).