Paderborner schätzen ihre Bäume

Gewässerrenaturierung am Springbach

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Bei einer Besichtigung entlang des Springbaches informierte sich Barbara Leiße von der pro grün Baumkampagne „SOS Stadtbäume in Not“ bei Markus Beine, Abteilungsleiter des Stadtentwässerungsbetrieb Paderborn (STEB), Sascha Modler ebenfalls vom STEB, und Axel Schröder vom Amt für Umweltschutz und Grünflächen, über Baumfällungen entlang des Gewässers. Besorgte Anwohner hatten bei Barbara Leiße angerufen.

Direkt vor Ort konnte Entwarnung gegeben werden: Es handelt sich nicht um irgendeine Art von Baumfrevel, sondern um die Vorbereitung für eine gemeinsame Gewässerbaumaßnahme des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen und des städtischen Entwässerungsbetriebes STEB. Hintergrund ist sowohl die rechtliche Verpflichtung des STEB, als Kompensation für Regenwassereinleitungen in Gewässer deren Renaturierung zu fördern, als auch die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Paderborn. Zeitlich koordiniert wird dieser Gewässerausbau mit der Erneuerung eines Regenwasserkanals im Gehweg und dem Neubau eines notwendigen Regenklärbeckens im Bereich Detmolder Straße. Der Bau ist für die nächsten Wochen vorgesehen.
Die Erklärungen von Diplom-Biologe Axel Schröder vom städtischen Amt für Umweltschutz und Grünflächen ließen erkennen, dass sowohl die ökologische Gesamtwertigkeit des ganzen Gewässerabschnittes durch die Maßnahme steigen, als auch die künftige Erholungsnutzung an Attraktivität gewinnen wird.

"Ich finde es beruhigend, dass Behörden nicht einfach aus Ordnungsgründen der 60er-Jahre Bäume fällen.", so Barbara Leiße. In diesem Falle sei durch die Erklärungen deutlich geworden, dass durch rechtliche Verpflichtungen und eine ökologisch orientierte Umsetzung eine insgesamt positive Wirkung für den Springbach erreicht werden kann, die notwendigen Baumfällungen somit gerechtfertigt sind.
Es zeige aber auch, wie wichtig es ist, dass die Paderbornerinnen und Paderborner wachsam sind, was ihre Bäume angeht. Denn über die hohe Wertigkeit des Paderborner Grüns insgesamt waren sich alle Beteiligten einig. Zum Leben brauche es doch eben mehr als Steine, so ein abschließendes Fazit.