Festakt zum 20. Jubiläum: Städtepartnerschaft Paderborn – Debrecen

Überreichung der Ehrenmitgliedschaft des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises

© Stadt PaderbornGruppenfoto, Daniel Höing, gr. Rathaussaal

Das vielfältige Programm zum 20. Jubiläum der Städtepartnerschaft Paderborn – Debrecen ging am Sonntag mit einem Festakt im Rathaussaal zu Ende. Bürgermeister Heinz Paus und die Vorsitzende des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises Paderborn, Margit Keikutt, konnten am Sonntagmittag auch den ungarischen Botschafter Dr. József Czukor und den stellvertretenden Bürgermeister von Debrecen Béla Somogyi begrüßen. Elmar Brok, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, hielt die Festansprache. Insgesamt drei Persönlichkeiten wurden beim Festakt mit der Ehrenmitgliedschaft des Freundeskreises ausgezeichnet. Für den musikalischen Rahmen sorgten Anita Farkas und Miklos Vitkoczy.

Elmar Brok untermauerte in seiner Rede die „bestehende Brücke“ zwischen Ungarn und Deutschland. Er hob hervor, dass beide Länder mit ihren Städtepartnerschaften stets viel für ein gemeinsames und starkes Europa getan haben: „Wir Ungarn und Deutsche konnten uns auch in dunklen Tagen auf gemeinsame Werte verlassen.“ Beide Städte, Debrecen und Paderborn, würde viel verbinden, gab das Mitglied des Europaparlaments einen positiven Ausblick auf die deutsch-ungarische Städtefreundschaft. „Aus viel Kleinem wird viel“ so ein von ihm zitiertes ungarisches Sprichwort, mit dem er das solide und fortwährende Engagement der Mitglieder des Paderborner Freundeskreises lobte. Der Städtepartnerschaft wünsche er auch für die Zukunft alles Gute.

Bürgermeister Heinz Paus bezeichnete die Städtepartnerschaft als „aktive und intensive Freundschaft.“ Ein herzliches Dankeschön richtete er insbesondere an das Vorstandsteam des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises um Margit Keikutt. Dies sei ein „wichtiger Motor der Städtepartnerschaft.“ Die deutsch-ungarische Gemeinschaft habe in den letzten Jahren in Paderborn „viel zum kulturellen Leben beigetragen.“ „Über 180 Ungarn, darunter 40 mit einer doppelten Staatsbürgerschaft, fühlen sich derzeit in der Paderstadt wohl“, erklärte Paus in seinem Grußwort. Auch die aktuelle Berichterstattung aus Ungarn, die insbesondere den Umgang mit Medienvertretern in den Fokus rückt, „hat der hohen Wertschätzung der Ungarn in Deutschland keinen Abbruch getan.“

Dr. József Czukor, ungarischer Botschafter, begrüßte die positive Entwicklung der Städtepartnerschaft und unterstrich in seiner Ansprache „den wichtigen europäischen Gedanken.“ Für ihn seien Städtepartnerschaften eine förderliche Einrichtung, die sein Land auch in Zukunft unterstützen möchte.

„Wir als Paten haben die Partnerschaft immer gerne begleitet“, freute sich Margit Keikutt auf das runde Jubiläum. Diese habe ihr und dem Freundeskreis viele „Erfahrungen, Erlebnisse und menschliche Kontakte ermöglicht. Ihr Dank galt unter anderem Altbürgermeister Willi Lüke, der die Partnerschaft mitbegründet hatte.

Ein weiteres Highlight der Festveranstaltung war die Überreichung der Ehrenmitgliedschaft des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises an Bürgermeister Heinz Paus, den stellvertretenden Bürgermeister von Debrecen, Béla Somogyi, und Dr. József Czukor von der ungarischen Botschaft für ihr großes partnerschaftliches Engagement. Paus bezeichnete dabei die Unterstützung der Städtepartnerschaft und des Freundeskreises als eine stete „Herzensangelegenheit“.

Im Zentrum der Jubiläums-Feierlichkeiten stand auch eine Konferenz am Samstag, die sich mit der Frage befasste, wie die Städtepartnerschaften zwischen Deutschland und Ungarn als Instrument der europäischen Integration weiterentwickelt werden können. An der Konferenz nahmen neben der Partnerstadt Debrecen auch Vertreter der Städte Iserlohn und Unna sowie deren Partnerstädte Ajka und Nyiregyháza teil. „Ein für Paderborn neues Format, in dem interessante Perspektiven für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen unseren Partnerstädten erarbeitet wurden“, so Jens Kamp, Partnerschaftsreferent der Stadt Paderborn.

Neben Ute Kühn von der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft, waren auch Burkhard Blienert, Mitglied des Bundestags, der stellvertretende Bürgermeister Martin Pantke und Ehrenringträger der Stadt auf dem Festakt anwesend.