Neuer Betreiber übernimmt die Radstation

tbz Bildung gGmbH übernimmt und führt weitere Kernfunktionen ein

Ab dem 1. April wird die Technologie- und Berufsbildungszentrum (tbz) Bildung gGmbH den Betrieb der Radstation Paderborn übernehmen und auch wieder alle Kernfunktionen der Radstation anbieten. Da es sich um eine Übernahme bei laufendem Betrieb handelt, wird das Fahrradparken nahtlos angeboten werden, während die weiteren Kernfunktionen stufenweise wieder in den Betrieb integriert werden.

Die Radstation Paderborn befindet sich in den ehemaligen Räumen der Expressgutabfertigung im Bahnhofsgebäude sowie in einem durch einen Lochblechzaun abgegrenzten Bereich an Gleis 1, westlich des Bahnhofsgebäudes, der den Großteil der Fahrradabstellanlagen sowie die Fahrradboxen beinhaltet. Besonders für Berufspendler ist die Radstation unverzichtbar, da sie die Verknüpfung von Bahn, Bus und Rad attraktiv und komfortabel macht. Die starke Nutzung der Paderborner Radstation, besonders zu den Zeiten des Berufsverkehrs, bestätigt dies. Die Radstation bietet einen Anreiz zum Umstieg auf das Fahrrad und trägt somit positiv zu der Verkehrsentwicklung der Stadt Paderborn bei, in dem sie es den Menschen ermöglicht, statt dem Auto, Bus und Bahn oder das Fahrrad zu nutzen.

Nach Aufgabe der ehemaligen Betreiberin, der Paderborner Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit, Pigal, zum 31. Dezember 2013 hat die Stadt die Radstation als Übergangslösung mit Hilfe von zwei verbleibenden Mitarbeitern der Pigal betrieben. Dies war nur eine kurzzeitige Lösung, da die weiteren Kernfunktionen einer Radstation wie Notreparaturen und Fahrradverleih in der Übergangszeit nicht angeboten werden konnten.

Als neuer Betreiber der Radstation haben sich zwei Interessenten beworben. Da das Personal der Radstation überwiegend aus sogenannten Arbeitsgelegenheiten (AGHs) besteht, die vom Jobcenter des Kreises Paderborn gefördert werden, ist man für den Betrieb der Radstation auf die Förderung des Jobcenters zwingend angewiesen. Daher ist die Entscheidung zu Gunsten der tbz Bildung gGmbH gefallen, die ein auch aus Sicht des Jobcenters förderfähiges Betriebskonzept für die Radstation vorgelegt hat. Der Vertrag, der für den Betrieb der Radstation zwischen der Stadt und der Betreiberin geschlossen wird, verlängert sich auf Grundlage der laufenden Gültigkeit des zwischen der Stadt und der Deutsche Bahn AG geschlossenen Mietvertrags für die Flächen der Radstation jeweils um ein Jahr. Sollte die DB AG den Mietvertrag mit der Stadt aus nachgewiesenen eisenbahnbetrieblichen Gründen fristgerecht zwei Monate vor Ablauf des Vertragszeitraums kündigen, endet automatisch auch der Nutzungsvertrag mit der Betreiberin der Radstation.

Da sich eine Radstation nicht kostendeckend betreiben lässt, benötigt die tbz Bildung gGmbH für den Betrieb der Radstation städtische Fördermittel in der selben Höhe, wie die Fördermittel der Pigal. Hierbei handelt es sich um einen jährlichen Pauschalbetrag der für die Begleichung der Nebenkosten zweckgebunden einzusetzen ist in Höhe von 2.556,46 Euro. Darüber hinaus gleicht die Stadt das im Rahmen des Betriebs der Radstation erwirtschaftete Defizit, nach Vorlage einer Gewinn- und Verlustrechnung, bis maximal 50.000 Euro am Ende eines Kalenderjahres aus. Auch in der Umbauphase des Bahnhofsgebäudes ist es geplant, eine Lösung für den übergangsweisen Betrieb der Radstation während der Bauzeit zusammen mit der tbz Bildung gGmbH zu finden. Ebenso ist bei einem Neubau der Radstation geplant, die tbz Bildung gGmbH als Betreiber der Radstation eng in die Planung einzubinden, da eine langjährige Kooperation angestrebt wird.