Jugendschutzkontrollen in den „Abi-Mottowochen“

Mitarbeiterin des Jugendamts bei Kontrolle verletzt

Vom 9. bis zum 11. April sind auf dem Reismannweg, der Theresienstaße und im gesamten Innenstadtgebiet gemeinsam von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreispolizeibehörde, dem Jugendamt und B.O.S.S. Jugendschutzkontrollen durchgeführt worden. Die Kontrollen erfolgten routinemäßig im Rahmen der sogenannten „Abi-Mottowochen“. Das Team nutzte den Kontakt mit den Jugendlichen, um auch auf geltende Jugenschutzbestimmungen hinzuweisen. Bei den überwiegend friedlichen Gesprächen kam es im Bereich des Reismannwegs am Freitag, 11. April, gegen 14.30 Uhr zu einem Zwischenfall, wobei eine Mitarbeiterin des Jugendamtes verletzt wurde.

Bei dieser Kontrolle zündete eine unbekannte Person unmittelbar neben der städtischen Mitarbeiterin einen Silvester-Böller. Die Entfernung zur Detonation war so gering, dass die Betroffene dabei einen Tinnitus mit Knall-Trauma erlitt. Die Kontrollen wurden an dieser Stelle abgebrochen und die Kollegin ins Krankenhaus begleitet.

Es konnte bisher nicht ermittelt werden, wer den Böller gezündet hatte. Die Kontrolle auf dem Reismannweg fand bei einer größeren Ansammlung von ungefähr 80 Personen statt. "Aufgrund dieses Vorfalls wird die Stadt das Gespräch mit den beteiligten Schulen suchen. Ein derartiger Angriff auf eine Mitarbeiterin des Jugendamtes ist kein "Dummer-Jungen-Streich", sondern ein ernstzunehmender Vorfall, der bei mir über die Sinnhaftigkeit dieser Veranstaltung große Zweifel aufkommen lässt“, äußerte sich Schuldezernent Wolfgang Walter zu dem Vorfall.