White Elephant oder goldenes Pflaster?
Am 29. Mai 2014 beginnt das Kunstprojekt TATORT PADERBORN – Phänomen Fußgängerzone
Ist die Einkaufsmeile, die im Herzen fast aller deutschen Städte zu finden ist, ein lästiger Un-Ort oder eine Goldgrube?
Rund 100 Tage lang hinterfragt das temporäre Kunstprojekt TATORT PADERBORN – Phänomen Fußgängerzone (29. Mai bis 7. September) städtebauliche, gesellschaftliche und psychologische Aspekte dieses öffentlichen Raums.
So steht jetzt, mitten auf der Haupteinkaufsmeile Paderborns, White Elephant, eine Skulptur des Düsseldorfer Künstlers Markus Ambach. Ein Ungetüm, gebaut aus gebrauchter Stadtmöblierung aller Art. Im Englischen steht der Begriff für belastenden Besitz, für ein Projekt, das mehr Ärger und Kosten verursacht, als es wert ist. Nur wenige Meter vom Weißen Elefanten entfernt, bedecken die Münchner Künstlerinnen Clea Stracke und Verena Seibt den Boden in liebevoller Kleinarbeit mit Blattgold. Kontraste eines Kunstprojekts.
Zwölf Künstlerinnen und Künstler und Künstlergruppen hat Kurator Florian Matzner nach Paderborn eingeladen. Es sind überwiegend Vertreterinnen und Vertreter einer jungen, international agierenden Künstlergeneration. "Die Installationen, Performances, Skulpturen und Interventionen, die hier entstanden sind, kommentieren diese sehr deutsche Problemzone mit einer gehörigen Portion Witz und Provokation", sagt Kurator Florian Matzner. „Es gibt Arbeiten, die sich stellvertretend mit einzelnen Aspekten des Themas auseinandersetzen, andere suchen einen direkten lokalen Bezug.“
Veranstalterin von TATORT PADERBORN – Phänomen Fußgägnerzone ist die Ausstellungsgesellschaft Paderborn. Kooperationspartner sind das Erzbistum Paderborn/Diözesanmuseum, die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West und die Universität Paderborn/Fach Kunst.
Gefördert wird das Projekt von der Kunststiftung NRW.