Tag des Betreuungsrechts im Rathaus

Paderborner Betreuungsbehörden informieren über Alternativen zur gesetzlichen Betreuung

© Stadt PaderbornPlakat Betreuungsrechtstag, Andreas Müller, Paderborn
© Stadt PaderbornGroßfläche Betreuungsrechtstag, Andreas Müller, Paderborn

Am Mittwoch, 12. November, ist der Tag des Betreuungsrechts, der von der Stadt Paderborn ausgerichtet wird. Von 14 bis 18 Uhr informieren Betreuungsbehörden im Paderborner Rathaus über das Thema „Alternativen zur gesetzlichen Betreuung“. Etwa 20 Institutionen, Einrichtungen und Vereine präsentieren ihre Angebote. Diese Möglichkeit zum Austausch von Informationen haben die Betreuungsstelle der Stadt und des Kreises Paderborn gemeinsam mit dem Amtsgericht Paderborn organisiert.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Michael Dreier und Günter Köhne, Direktor des Amtsgerichts, folgen Beiträge zum Thema „Andere Hilfen aus Sicht der Justiz“ von Richterin Claudia Schultze und ein Vortrag unter dem Titel „Die Vorsorgevollmacht - wichtiger Baustein für ein selbstbestimmtes Leben“, den Stefan Amsbeck, Mitarbeiter der Betreuungsstelle des Kreises Paderborn, hält. Im Anschluss daran können Bürgerinnen und Bürger das Gespräch mit den Vertretern der Institutionen, Einrichtungen und Vereine suchen, um sich über Fragen des Betreuungsrechts zu informieren. Im Mittelpunkt der Gespräche werden die sogenannten „Anderen Hilfen‘“ stehen, gemeint sind damit alternative und betreuungsvermeidende Hilfen.

An diesem Austausch werden viele verschiedene Einrichtungen teilnehmen. Neben dem Amtsgericht und den Betreuungsstellen des Kreises und der Stadt Paderborn werden Vertreter der Betreuungsvereine, des Vereins KIM-Soziale Arbeit, des LWL-Wohnverbundes Paderborn, des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreisgesundheitsamtes Paderborn, der Verbraucherberatung Paderborn, der Zeitspende Paderborn und weiterer Institutionen für beratende Gespräche zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Michael Dreier sieht den Tag des Betreuungsrechts im Paderborner Rathaus als wichtige Möglichkeit, sich über Fragen des Betreuungsrechts zu informieren. Gerade auch angesichts des demografischen Wandels könne diesem Thema nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das Gesetz zur Stärkung der Funktion der Betreuungsbehörden ziele darauf ab, Betreuungen soweit wie möglich zu vermeiden, um die eigene Selbstbestimmung zu stärken, so Dreier. Er betont auch, dass die Betreuungsbehörden eine wichtige Funktion im kommunalen Hilfesystem haben. Sie informieren die Öffentlichkeit über allgemeine betreuungsrechtliche Fragen und Möglichkeiten der Vorsorge, leisten damit Hilfe bei der Erschließung von Alternativen zur gesetzlichen Betreuung. „Ich hoffe, dass viele Interessenten den Weg ins Rathaus finden werden und sich so aus erster Hand informieren können“, wünscht der Bürgermeister diesem Tag des Betreuungsrechts eine große Resonanz.