9. Integrationskonferenz
Mit kultureller Vielfalt durchs Programm
Im Sport- und Begegnungszentrum des TV 1875 fand die neunte Integrationskonferenz der Stadt Paderborn statt. Diese stand unter dem Thema „Politische Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund“.
In seiner Begrüßung betonte Bürgermeister Michael Dreier, dass Integration in Paderborn in allen Generationen gelebt wird. „Wir sind eine internationale Stadt geworden“, fügte er hinzu. Des Weiteren wies er darauf hin, dass die Stadt gerade im Bildungsbereich gemeinsam gefordert ist. Im Anschluss sprach Sohail Ahmed, der Vorsitzende des Integrationsrates. Er sagte nachdrücklich, dass sich Migranten noch stärker politisch engagieren können. Zu einem späteren Zeitpunkt bezeichnete er das Internationale Fest der Begegnungen als einen Meilenstein der Integrationsarbeit. Zum Abschluss der Begrüßung sprach Stefanie Laufkötter vom Integrationsbüro der Stadt Paderborn. Sie führte an, dass Inklusion und Integration das gleiche Ziel, gesellschaftlichen Teilhabe für alle, verfolgen. „Alle müssen sich verändern, um Vielfalt zuzulassen.“, so Laufkötter.
Ein Höhepunkt der Konferenz war das Einführungsreferat von Cemile Giousouf, Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zum Thema „Wie wollen wir zusammenleben? Erfolge und Herausforderungen der Integrationspolitik“. „In Deutschland gibt es gut gelungene Integration […] Wir haben jedoch zu spät begriffen, dass wir ein Einwanderungsland sind.“, so Giousouf. Die junge Politikerin hält Integrationsräte für eine wichtige Form der politischen Partizipation, in welcher noch mehr mitgearbeitet werden muss. Ihrer Ansicht nach muss jedes Kind in Deutschland die Chance bekommen, einen Hochschulabschluss zu erlangen. Auch das aktuelle Thema der Flüchtlingssituation in Deutschland kam nicht zu kurz. Giousouf betonte, dass die Menschen eine enorme Verantwortung für das Zusammenleben mit Flüchtlingen haben. Zum Abschluss ihres Vortrags äußerte sie den Wunsch nach einer neuen Gedankenführung der Gesellschaft und sprach ein Lob für die Paderborner Integrationsarbeit aus.
Im weiteren Verlauf des Abends stellten sich einige Mitglieder des Integrationsrates vor und präsentierten die vielfältige kulturelle Zusammensetzung des Rates. Die stellvertretende Vorsitzende Ljilijana Umilienovic stellte die Aufgaben und Ziele des Integrationsrates vor.
Musikalisch begleitet wurde die Konferenz von dem interkulturellen Chor „Klangkult“ aus Paderborn. Dieser ging als gelungenes Integrationsprojekt aus dem KOMM-IN-Prozess hervor.