Zur erstklassigen Bildungslandschaft beigetragen

Stadt Paderborn gratuliert der Theologischen Fakultät mit Empfang im Rathaus

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"Wir sind stolz darauf, dass die älteste Universität Westfalens in Paderborn steht." Bürgermeister Michael Dreier würdigte beim Empfang im Paderborner Rathaus anlässlich des 400jährigen Bestehens der Theologischen Fakultät Paderborn die Entwicklung der Einrichtung. Vor etwa 100 geladenen Gästen, zu denen Erzbischof Hans-Josef Becker, Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern, Rektor der Theologischen Fakultät, und Festredner Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, Theologische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, gehörten, betonte Dreier die Bedeutung der Bildung für die erfolgreiche Entwicklung Paderborns. Die ausgezeichnete und erstklassige Bildungslandschaft, zu der insbesondere die Theologische Fakultät gehöre, habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Paderborn eine florierende, wachsende und erfolgreiche Stadt geworden sei.

Beim Empfang, an dem auch Bundestagsabgeordneter Dr. Carsten Linnemann, Bürgermeister a.D. Heinz Paus sowie die Ehrenringträger Joseph Vögele, Prof. Dr. Wolfgang Weber, Dr. Margit Naarmann und Günter Bitterberg teilnahmen, erinnerte Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff an das Wirken von Friedrich Spee von Langenfeld, der von 1623 bis 1626 als Professor für Philosophie und von 1629 bis 1631 als Professor für Moraltheologie an der Jesuitenuniversität tätig war. Der Jesuit habe als Kämpfer gegen den Hexenwahn und bedeutender Barockdichter seine Mitmenschen auf moralischer Ebene zu Humanität und Freiheit ermahnt. Mit der provozierenden Streitschrift, der "Cautio criminalis", veröffentlichte Spee im Mai 1631 sein bekanntestes Werk. Dieser öffentliche Protest gegen die Hexenprozesse seiner Zeit sei ein mutiger Schritt gewesen, die Anerkennung dafür sei ihm zu Lebzeiten allerdings versagt geblieben. Spee sei mit seinem Schaffen seiner Zeit voraus gewesen, stand jedoch mit beiden Beinen ihn ihr, so Prof. Dr. Schockenhoff. Spee habe einen herausragenden Platz in einer dunklen Zeit eingenommen. Noch heute könne man stolz auf den unbeugsamen Charakter von Friedrich Spee von Langenfeld sein. Obwohl er nur 44 Jahre alt geworden sei, sei er durch seinen scharfsinnigen Verstand Impulsgeber in dieser Zeit gewesen.

Seinen Dank für die freundliche Wertschätzung durch diesen Empfang gab Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern abschließend Ausdruck. Im Namen seiner Einrichtung dankte der Rektor für die Kooperation im Alltag. Er wünschte der Stadt Paderborn weiterhin ein so erfolgreiche Entwicklung und Gottes Segen.