"Wo wir helfen können, werden wir das machen"

Bürgermeister Michael Dreier empfing Philoxenus Mattias Nayis, Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland

© Stadt PaderbornDSC_8154, Jens Reinhardt, Paderborn

"Wo wir helfen können, werden wir das machen". Das sicherte Paderborns Bürgermeister Michael Dreier dem Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Philoxenus Mattias Nayis, zu. An dem Gespräch in der Paderborner Stadtverwaltung nahmen auch Ibrahim Araz, Gemeindepfarrer St. Aho Paderborn, Pastoralvertreter Pfarrer Elias Celik sowie Fehmi Aslan, Vorstandsvorsitzender der St.-Aho-Gemeinde teil.

Der Erzbischof zeigte sich sehr besorgt um die Lage der Christen im Nordirak und in Syrien. Die Christen würden benachteiligt und verfolgt. Christliche Städte und Dörfer, in denen mittelalterliche Klöster standen und in denen die aramäische Sprache seit Jahrtausenden ununterbrochen gesprochen wurde, würden derzeit ausradiert. Hier stehe eine uralte Kultur des Vorderen Orients vor dem Aus. Die Christen seien ein friedliches Volk und wollten dies auch bleiben, so der seit 2012 im Amt befindliche Kirchenführer, der seinen Sitz im St. Jakob von Sarug Kloster in Warburg hat. Seine Erzdiözese habe angesichts der dramatischen Lage der Flüchtlinge einen diözesanen Flüchtlingsrat gegründet und auch viele Spenden gesammelt und direkt an die Betroffenen geschickt. Der Erzbischof lobte die schnelle und die gezielte Hilfe Deutschlands an die Christen in den betroffenen Gebieten. "Deutschland hat viel für die Flüchtlinge getan", so Philoxenus Mattias Nayis wörtlich.

Bürgermeister Michael Dreier teilte die große Sorge um die Menschen in den umkämpften Gebieten im Nahen Osten. Derzeit seien insgesamt 340 Flüchtlinge in Paderborn, allein 180 davon seien in diesem Jahr gekommen. Die Stadt habe öffentlich aufgerufen, um neue Unterkünfte für die Flüchtlinge im Stadtgebiet zu finden. Dreier lobte die Initiative von Erzbischof Hans-Josef Becker, der aus Mitteln des Katastrophenfonds des Erzbistums Paderborn eine Million Euro bereitgestellt hat, um die Aufnahme und die Betreuung von Flüchtlingen in den Gemeinden zu unterstützen. Dreier betonte, dass ihm die Beziehungen zu allen Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Stadt sehr wichtig seien und er auch in Zukunft darauf großen Wert legen werde.