Entwicklungskonzept "Flusslandschaft Pader"

Viele gute Ideen für die Pader

© Stadt PaderbornLea Giesen, Paderborn

Zahlreiche Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung der Flusslandschaft Pader stellte Frau Prof. Irene Lohaus, Leiterin des interdisziplinären Teams aus Fachplanern, welches von der Stadt Paderborn beauftragt wurde, der Öffentlichkeit im Historischen Rathaus vor. Bürgermeister Michael Dreier lobte dabei insbesondere, dass sich auch die Bürgerinnen und Bürger, mit ihren Anregungen im Konzept wiederfinden. „Bürgerbeteiligung ist ein wichtiges Thema, wenn es darum geht die Zukunft Paderborns zu gestalten“, so Dreier. Im Rahmen der Konzepterstellung hatten Bürger die Möglichkeit an Begehungen der verschiedenen Teilbereiche teilzunehmen und in den Projekttreffen die fachlichen Überlegungen der Planer als Vorort-Experten zu überprüfen und ihre Hinweise und Ideen einzubringen.

Das Entwicklungskonzept „Flusslandschaft Pader“ hat das Ziel die beeindruckende und einzigartige Wasserlandschaft der Pader für Paderbornerinnen und Paderborner aber auch für Touristen erlebbarer zu machen. Dabei soll das gesamte Gebiet als Einheit empfunden werden, die unterschiedlichen Charakteristika der einzelnen Teilbereiche, wie z.B. das Gartendenkmal im westlichen Paderquellgebiet oder der sehr naturnahe Bereich des Geißelschen Garten im östlichen Paderquellgebiet, sollen aber erhalten und weiter herausgearbeitet werden. Rad- und Fußwege sollen für eine bessere Verbindung der einzelnen Bereiche sorgen. Außerdem soll die ökologische Wertigkeit der Pader erhöht werden. Die Durchgängigkeit der Pader soll soweit möglich für Wasserlebewesen wie Fische durch den Abbau von Schwellen im Flusslauf verbessert werden und somit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie verstärkt entsprechen. Bedingt durch die Vielseitigkeit der Flusslandschaft der Pader und die Lage direkt in der Innenstadt sind nicht nur landschaftsarchitektonische und gewässerökologische Aspekte mit dem Konzept bearbeitet worden, sondern auch denkmalschutzrelevante, städtebauliche und verkehrsplanerische Belange werden berücksichtigt. So empfehlen die Planer für das östliche Paderquellgebiet zum Beispiel eine veränderte Verkehrsführung, um den Parksuchverkehr einzuschränken und dadurch die Attraktivität des Bereiches weiter zu erhöhen.

„Obwohl das Entwicklungskonzept auf Langfristigkeit angelegt ist und einen Gesamtrahmen für künftige Entwicklungen in diesem Gebiet vorgeben soll, könnten 2015 bereits erste Maßnahmen umgesetzt werden“, erläuterte Technische Beigeordnete Claudia Warnecke. Der Teilbereich der Paderwiesen könnte einer der ersten Bereiche sein, die umgestaltet werden. Das Konzept sieht für diesen Bereich die Entwicklung eines „Paderauenparks“ vor, der neben einem neuen Spielplatz auch über Fitnessmöglichkeiten für Jedermann und einen Rundweg mit Sichtbeziehung zum Wasser verfügt. Außerdem könnte die bisherige Strecke der Kanuten in Richtung Heierswall verlegt werden, um die Natur auf dem jetzigen sehr naturnahen Abschnitt vermehrt zu schützen.

Zunächst steht aber am 6. November die Beratung des Konzeptes im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt an. Nach Beschlussfassung kann es mit der detaillierten Planung und Umsetzung eines ersten Projektes aus dem Konzept losgehen.

Weitere Informationen und die Präsentation der Abschlussergebnisse finden Sie auf der Homepage der Stadt Paderborn, paderborn.de unter der Rubrik „Stadt & Landschaft- Bauen &Wohnen“.