Vorstellungen nicht mit der Stadt abgestimmt

Bürgermeister Michael Dreier zum geplanten SCP-Trainingszentrums

Die heute vom SC Paderborn präsentierten Vorstellungen zum geplanten Trainingszentrum des SC Paderborn 07 sind weder mit der Paderborner Stadtverwaltung noch mit der Politik abgestimmt. Das stellt die Stadt Paderborn in einer Erklärung fest. "Wir werden erst dann Zahlen und Fakten nennen, wenn diese belastbar, abgestimmt und rechtlich geprüft sind", betont Bürgermeister Michael Dreier. Es sei nicht die Art der Stadt schnell und laut Szenarien zu entwickeln, sondern die Dinge akribisch und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit Schritt für Schritt abzuarbeiten. "Bei uns geht Qualität vor Tempo, Rechtssicherheit vor Schnelligkeit", mahnt Dreier und erinnert Verantwortliche des SC Paderborn 07 an die Erfahrungen, die mit dem Stadion gemacht worden sind.

Die Stadt wolle das Projekt unterstützen. Deshalb arbeite eine Arbeitsgruppe auch mit Hochdruck an diesem Projekt. Doch man lasse sich nicht treiben und vorschreiben, was zu tun sei. Es gebe eine ganze Reihe von Faktoren bis hin zu europarechtlichen Vorschriften zu beachten, die das Trainingszentrum zu einer Herausforderung machten. "Wenn der SC Paderborn will, könne er sofort die Grundstücke von der Stadt kaufen und nach der Rechtskraft des entsprechenden Bebauungsplanes wie jeder andere Bauherr in der Stadt auch anfangen zu bauen und so seine zeitlichen Bau- und Fertigstellungspläne verwirklichen", so Michael Dreier, der mit Unverständnis auf die neuerlichen Ausführungen von SC-Verantwortlichen zum Trainingszentrum reagiert hat, zumal sie im Gegensatz zu dem stehen, was der SCP-Präsident in der letzten Woche ihm gegenüber versichert hat. "Wenn wir von der Präsentation der SCP-Pläne zum Trainingszentrum nur aus zweiter Hand erfahren, dann hat das mit direktem Informationsaustausch wie vom Präsidenten angekündigt recht wenig zu tun", so Michael Dreier.

Michael Dreier hält weiterhin daran fest, erst verwaltungsseitig und anschließend mit der Politik die Thematik abzustimmen, um sie danach mit dem SC Paderborn zu besprechen. "Über eine mögliche Förderung der Stadt für das Projekt wird der Rat entscheiden, deshalb werde ich die Entscheidungsträger im Rat zuerst informieren", so Dreier.