Generation Lieth
Ideenwerkstatt Auf der Lieth: „Jung und Alt miteinander im Stadtteil“
„Relativ zufrieden, aber mit einigen Verbesserungsmöglichkeiten“ ist das Ergebnis einer Umfrage zur Wohnsituation und zum Zusammenleben Auf der Lieth. Die Umfrage wurde von fünf Studierenden der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Bielefeld durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Ideenwerkstatt zum Thema: „Jung und Alt miteinander im Stadtteil“ vorgestellt.
Der Einladung des Lieth-Forums und der Stadt Paderborn zu der Veranstaltung im Pfarrheim St. Hedwig folgten mehr als 90 Bürgerinnen und Bürger. Auch Bürgermeister Michael Dreier nahm an dem Treffen teil, um den Gästen zum Thema des Abends Rede und Antwort zu stehen. Unter der Moderation von Jutta Stratmann (Fachberatung für Sozialplanung und Bürgerengagement, Dortmund) standen Themen wie aktive Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagement im Fokus. Die Veranstaltung ist ein Baustein zum Aufbau einer Quartiersarbeit im Stadtteil Auf der Lieth.
Aufhänger des Abends war die Präsentation der Umfrageergebnisse. Die Befragung zeigte eine relativ hohe Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger im Hinblick auf das Wohnen und Miteinander im Stadtteil. Verbesserungsbedarf bestehe jedoch bei den Einkaufsmöglichkeiten und beim Image des Stadtteils. Ein zweiter Teil der Befragung befasste sich mit den Themen „Leben im Alter“ und ehrenamtliches Engagement. Auffällig war ein hohes Interesse der Befragten am ehrenamtlichen Engagement. Dies hob auch Michael Dreier positiv hervor und bezeichnete das Ehrenamt als „Rückgrat der Gesellschaft“. Außerdem beschrieb er die „Internationalität der Lieth als Chance“, die genutzt werden müsse.
Anschließend wurden drei Beispiele zum Miteinander von Jung und Alt vorgestellt. Den Anfang machte Hans Werner Kley vom „Verein Bürgerhilfe Büren“ und stellte das Konzept einer organisierten Nachbarschaftshilfe vor.
Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ präsentierte Tobias Landwehr vom Sozialbüro des AStA der Universität Paderborn. Das Sozialbüro vermittelt Wohnpartnerschaften zwischen Jung und Alt nach dem Kernprinzip: Studierende erhalten günstigen Wohnraum und unterstützen im Gegenzug die älteren Vermieter im Alltag.
Abschließend berichteten Ulla Hoentgesberg und Andrea Effertz vom „Mehrgenerationenhaus“ der AWO. Diese Einrichtung bietet ein vielfältiges Bildungsprogramm und ist ein Treffpunkt für unterschiedliche Generationen.
Im zweiten Abschnitt des Abends erhielten die Gäste die Gelegenheit ihre Ideen und Wünsche zur künftigen Gestaltung der Lieth einzubringen. In Arbeitsgruppen wurden Themen wie Image, Wohnen – und Wohnumfeld, Austausch und Begegnung behandelt und abschließend wurden die Verbesserungsvorschläge dem Plenum präsentiert. Zur Weiterarbeit an den Ideen lädt die Quartiers-AG des Lieth-Forums interessierte Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, 1. Oktober, 20 Uhr, ins Jugendzentrum Number One, Auenhauser Weg 1, ein.