Wer war Abbé Franz Stock?

Vortrag im Kolping-Forum

Der Franz-Stock-Platz ist den meisten Paderbornerinnen und Paderbornern bekannt – vor allem als Austragungsort für Kleinkunst- oder Musikevents und für Public-Viewing bei Fußballspielen. Jedoch wissen nur noch sehr wenige, wer Franz Stock ist bzw. war und warum in Paderborn ein Platz an zentraler Stelle nach ihm benannt wurde.

Einen Beitrag gegen das Vergessen möchte die Deutsch-Französische Gesellschaft Paderborn leisten und lädt am Dienstag, 7. Oktober, um 19.30 Uhr zu einem Vortrag im Kolping-Forum ein.
Prof. Dr. Rüdiger Althaus wird Abbé Franz Stock vorstellen und über das Leben und die Bedeutung des aus Neheim stammenden Priesters der Erzdiözese Paderborn berichten. Prof. Althaus hatte als Leiter der Kommission des sogenannten „Informativprozesses“ die Gelegenheit, mit vielen Menschen zu sprechen, die Abbé Stock noch persönlich kennengelernt haben.
Anlass ist der 110. Geburtstag von Franz Stock und die Erinnerung an den Ausbruch des zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren.

Franz Stock übernahm 1934 die Stelle als Rektor der deutschen Gemeinde in Paris. Anfang 1941 begann er im besetzten Paris seine Tätigkeit als Seelsorger in den Gefängnissen der Wehrmacht. Als Gefangenenseelsorger begleitete er viele Menschen zur Hinrichtung auf den Mont Valérien, der mit 162 Metern Höhe einer der höchsten Hügel in der Île-de-France ist. Anschließend war er Leiter des von den Franzosen eingerichteten „Priesterseminars hinter Stacheldraht“ in Chartres. Insbesondere in Frankreich bekannt und verehrt, gilt er vielen als ein Wegbereiter der Aussöhnung und als Brückenbauer zwischen Deutschland und Frankreich.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei.