Kulturpreisverleihung am 7. Dezember im Historischen Rathaus
Preis geht an Prof Dr. Dr. Gerhard E. Ortner
Der Kulturpreis der Stadt Paderborn wird im Jahre 2014 an Prof. Dr. Dr. Gerhard E. Ortner verliehen. Das entschied am Montag, 29. September, das Preisgericht unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Dreier.
Gerhard Ortner ist auf kulturellem Gebiet besonders bekannt als Intendant des Festivals Musica sacra Paderborn, das er aus seinem Engagement in der Fachgruppe Standortmarketing der Standortkonferenz in den 90er Jahren heraus auf den Weg gebracht hat. Er steht auch immer wieder selbst als Sprecher, Moderator und Schauspieler auf der Bühne. Seine Sprecherausbildung hat er beim Österreichischen Rundfunk absolviert. Häufig rezitiert er eigene Texte, denn auch als Schriftsteller tritt er immer wieder in Erscheinung.
Geboren ist Ortner in Graz und aufgewachsen in Wien. In den frühen 70er Jahren wurde er Professor an der Universität Paderborn, wo er als Betriebswirtschaftler die Bildungsbetriebslehre erfand. Er lehrt heute an der Fernuniversität in Hagen sowie regelmäßig als Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin und als Visiting Professor an der Universität für Weiterbildung Krems/Donau (Donau-Universität).
Sein Lebensmittelpunkt und Wohnort ist aber nach wie vor Paderborn. Hier leitet er mehrere Unternehmen, darunter das Medienhaus, aber auch eine Galerie. Zusammen mit seiner Frau hat er das Deelenhaus in der Krämerstraße erworben, in dem er seit kurzer Zeit unter anderem die „Kleine Bühne Paderborn“ betreibt. Ende Oktober hat dort als Hörtheater das Stück „Enigma“ Premiere, in dem Ortner zusammen mit Wolfgang Kühnhold, der den Paderborner Kulturpreis 2008 erhalten hat, auftritt.
Auch als mitgestaltender Bauherr hat er kulturelle Akzente gesetzt, etwa bei der Rekonstruktion der Gebäude des Hotels Stadthaus und des Torhauses, beide aus dem 19. Jahrhundert. Für das Torhaus erhielt er 2005 einen Sonderpreis im Rahmen des Fassadenwettbewerbs im Kreis Paderborn.
Ortner ist Vorstandsmitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften und Bildungsvereinigungen auf europäischer Ebene, für sein umfangreiches Engagement vor allem in der Bildung wurde ihm im Jahre 2006 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Das Preisgericht des alle drei Jahre verliehenen Kulturpreises der Stadt Paderborn unter Vorsitz des Bürgermeisters besteht aus den Leitungen der Kulturdezernate der Stadt Paderborn, der Bezirksregierung Detmold und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, aus politisch bestimmten Mitgliedern sowie Vertretungen verschiedener Paderborner Institutionen (Universität, Theologische Fakultät, Heimatpflege, Gleichstellungsbeauftragte).
Gerhard Ortner ist der 19. Preisträger. Vor ihm erhielten den Preis u.a. Josef Rikus (1959), Jenny Aloni (1967), Elert Bode (1970), Wilhelm Winkelmann (1973), Adelheid van der Kooi-Wolf (1990), Erwin Grosche (2000) und Toto Blanke (2011).
Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.
Die Verleihung ist für Sonntag, 7. Dezember, um 11 Uhr im Rahmen eines Festakts im Rathaus vorgesehen.