An der „Heimatfront“ – Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg

Eröffnung der Ausstellung im Marstall von Schloß Neuhaus

© Familie HartmannFoto Heimatfront, unbekannt, Ahaus
© Stadt- und Residenzmuseum Paderborn/Schloß Neuhaus, Sammlung Becker/Hartmann.Foto Heimatfront, unbekannt, unbekannt
© Stadt- und Residenzmuseum Paderborn/Schloß Neuhaus, Sammlung Becker/Hartmann.Foto Heimatfront, unbekannt, unbekannt

„Eine schwere Zeit ist für unser deutsches Vaterland hereingebrochen!“ schrieb die 14-jährige Lise Beuge 1914 in ihr Tagebuch. Die Ausstellung „An der Heimatfront“ im Marstall von Schloß Neuhaus beleuchtet vom 19. April bis 14. Juni den 1. Weltkrieg aus der Perspektive der Zivilbevölkerung. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 19. April um 15 Uhr statt.

Gezeigt werden etwa 200 Exponate aus Westfalen-Lippe, die Einblicke in den Kriegsalltag geben, der durch die umfassende Mobilisierung für den Krieg geprägt war. Zur Ausstellung werden ein Katalog, eine Filmdokumentation und Führungen für Gruppen und Schulklassen angeboten.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Dokumente, Fotoalben und Briefe der Familie Becker aus Schloß Neuhaus. Louis Becker zog im September 1914 als Unteroffizier der 8. Husaren in den Krieg. Mehr als vier Jahre später kehrte er wieder zurück. In der Zwischenzeit hielt er durch einen intensiven Briefverkehr Kontakt zu seiner Ehefrau Emilie und seiner kleinen Tochter Martha. Sie hob diese Briefe in einem kleinen Kästchen auf und übergab sie im hohen Alter dem Stadt- und Residenzmuseum Paderborn/Schloß Neuhaus. Das Kästchen zusammen mit weiteren Erinnerungsobjekten der Familie Becker/Hartmann ist in der Ausstellung zu sehen. Die rund 200 Briefe wurden von Studierenden des historischen Instituts der Universität Paderborn digitalisiert und ausgewertet. Sie geben einen unmittelbaren Einblick in den Lebensalltag, die Erfahrungs- und Gefühlswelt des Soldaten Louis Becker und seiner Familie.

Informationen zur Ausstellung unter Tel: 05251/881052.