Inklusionsnetzwerk stellt Aktionsplan auf
"Mit uns zum wir" traf sich zum Workshop im Aspethera
Einen Aktionsplan aufstellen für den Inklusionsprozess in Paderborn: Das war jüngst das Ziel eines Treffens von rund 40 Mitgliedern des Netzwerks „Mit uns zum wir“, das sich für die Inklusion in der Stadt einsetzt. Während eines halbtägigen Workshops im Hotel Aspethera sprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Ziele des Aktionsplans sowie mögliche Maßnahmen und Umsetzungsschritte.
Das Netzwerk „Mit uns zum wir“ besteht zurzeit aus fünf Arbeitsgruppen in den Handlungsfeldern „Bildung, Jugendhilfe und Schule“, „Freizeit, Kultur, Mobilität und Sport“, „Bauen und Wohnen“, „Arbeit, Ausbildung und Beschäftigung“ sowie „Dienstleistung und Kommunikation“. Ein weiteres Handlungsfeld wird für das Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ eingerichtet. Seit der Auftaktveranstaltung für den Prozess der Inklusion im Frühjahr 2014 arbeiten mehr als 150 Interessierte in den Arbeitsgruppen zusammen, um dafür zu sorgen, dass die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention in Paderborn umgesetzt werden. Neben den Arbeitsgruppen, die umfassende Unterstützung von gewählten Sprecherinnen und Sprechern erhalten, wurde daher bereits im Oktober 2013 eine Koordinierungsstelle beim Sozialamt der Stadt Paderborn eingerichtet.
Damit die erarbeiteten Projektideen erfolgreich und verbindlich auf den Weg gebracht werden können, hatte die Steuerungsgruppe Inklusion der Stadt Paderborn im August dieses Jahres beschlossen, einen Aktionsplan zu erstellen. Ziel dieses Planes ist es unter anderem, die Bevölkerung für das Thema Inklusion zu sensibilisieren. Für den Aktionsplan wurden die Ergebnisse aus den ersten anderthalb Jahren Zusammenarbeit der einzelnen Arbeitsgruppen durch die Koordinierungsstelle aufgearbeitet und anschließend während des Workshops diskutiert. Zum besseren Verständnis berichtete Katrin Grüber, Leiterin des Instituts Mensch, Ethik und Wissenschaft in Berlin, über ihre Erfahrungen mit der Erstellung, Fortschreibung und Evaluation von Aktionsplänen.
Durch die Mitglieder des Netzwerks „Mit uns zum wir“ werden die Belange von Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik zueinander gebracht. Um dem Motto „Nicht ohne uns über uns“ gerecht zu werden, zählen auch Betroffene selbst zu der Steuerungsgruppe.
Wer mehr über den Inklusionsprozess erfahren möchte, kann sich gerne an die Koordinierungsstelle für Inklusion der Stadt Paderborn, Tel. (05251) 88 16 43 oder Tel. (05251) 88 23 38, wenden