Wer mit Steuergeldern bauen will, muss Regeln beachten

Stadt Paderborn stellt den Zeitplan für den Neubau des SCP-Trainingszentrums in Frage

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„Wer mit Steuergeldern bauen will, der muss Regeln beachten.“ Das stellt Bürgermeister Michael Dreier angesichts der Kritik des Präsidenten des SC Paderborn 07 im Rahmen der Verhandlungen über den Neubau des Trainings- und Nachwuchsleistungszentrums am Almepark Nord fest. Wer jetzt eine „gewisse Kreativität“ von der Stadt fordert, der verkenne die Realität. Eine Kommune müsse sich an Recht und Gesetz halten und könne nicht mal eben so tun, als gäbe es diese nicht. Die Stadt Paderborn erfülle im Übrigen von Anfang an ihre Aufgaben im Rahmen des Projektes. In Rekordzeit habe man die baurechtlichen Bedingungen geschaffen. Eine sehr engagierte Arbeitsgruppe mit Vertretern aus verschiedenen Ämtern arbeite mit Hochdruck an der Realisierung des Projektes.

Seit Anfang Dezember hat die Stadt mit dem Verein über ein Szenario gesprochen, wonach der SCP das Funktionsgebäude bauen soll und die Stadt die vier Sportplätze (zwei für die Profis und zwei für den Nachwuchs) errichtet. Der SCP sollte danach für die beiden Profiplätze eine marktkonforme Pacht an die Stadt zahlen. Auf Basis dieser Grundzüge, denen ausdrücklich auch von SCP-Verantwortlichen zu diesem Zeitpunkt zugestimmt worden war, sollten die weiteren Gespräche geführt werden. Diese Planungen sind so der Politik vorgestellt worden und sollten am 17. März im Hauptausschuss und am 26. März im Rat Grundlage für entsprechende Beschlüsse sein. „Wenn jetzt der SCP-Präsident das Ergebnis der bisherigen Verhandlungen in Frage stellt, dann kann er davon ausgehen, dass der von ihm gewünschte Zeitplan für das Projekt ebenso in Frage steht“, so Michael Dreier. Vorgesehen war, dass das Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum noch in diesem Jahr fertiggestellt werden sollte.

„Nach einem solchen Paukenschlag in Gutsherrnart wird es schwierig, den Rat der Stadt von dem aus meiner Sicht nach wie vor wichtigen und zukunftsweisenden Projekt zu überzeugen“, so der Bürgermeister abschließend.