Vorschlag: Abdinghof und Hoppenhof als künftige Verwaltungsstandorte

Bürgermeister Michael Dreier zur perspektivischen Unterbringung der Stadtverwaltung

Möglichst viel Verwaltung am Abdinghof zur Stärkung der Innenstadt belassen und einen großen Verwaltungsstandort am Hoppenhof entwickeln. Das ist die Empfehlung, die jetzt Bürgermeister Michael Dreier gemeinsam mit den Beigeordneten der Stadt Paderborn gibt. Mit einer starken Verwaltungspräsenz in der Innenstadt, insbesondere einem umfassenden Bürgerservice, und der Nutzung der vier ORGA-Gebäude am Hoppenhof könnte die Paderborner Stadtverwaltung zukunftsfähig untergebracht werden.

Diese Vorschläge sollen in den politischen Gremien beraten werden und Ausgangspunkt einer öffentlichen Diskussion sein. Der Rat der Stadt Paderborn hatte am 21. November 2013 die Verwaltung beauftragt, die Unterbringung der Stadtverwaltung in dem denkmalgeschützten Areal der Alanbrooke-Kaserne an der Elsener Straße zu konkretisieren.

Aufgrund der guten Erfahrungen bei der bisherigen Nutzung am Hoppenhof hatte die Verwaltung die Anmietung weiterer Büroflächen dort geprüft. Nunmehr wurde der Stadtverwaltung der Kauf des Gesamtobjektes angeboten. Bürgermeister Michael Dreier sah sich diesbezüglich in der Verpflichtung, das Angebot eingehend zu prüfen und bei Eignung dem Rat den Ankauf vorzuschlagen. Ein maßgeblicher Bestandteil dieser Prüfung war der Vergleich der Wirtschaftlichkeit. Der Unterschied der über 25 Jahre gerechneten Lebenszykluskosten zwischen den Standortalternativen Abdinghof/Alanbrooke-Kaserne und Abdinghof/Hoppenhof ist dabei beträchtlich. So liegt zwischen der Kombination Alanbrooke-Kaserne/Am Abdinghof und der Kombination Hoppenhof/Am Abdinghof ein Unterschied von etwa 35 Millionen Euro.

„Damit die Stadt auch in Zukunft handlungsfähig bleibt und gerade auch freiwillige Aufgaben im Kultur- und Sportbereich zum Erhalt der Lebensqualität realisieren kann, sehe ich den jetzigen Vorschlag als sinnvoll und richtig an“, so Bürgermeister Michael Dreier. In seiner einjährigen Amtszeit und auch davor während seiner Kandidatur habe er von vielen Seiten die Meinung wahrgenommen, möglichst viel Verwaltung, insbesondere den Bürgerservice, im Herzen der Stadt zu belassen. Die jetzige Empfehlung berücksichtige dies in hohem Maße.

Welche konkrete Nachnutzung für den nördlichen Teil der Alanbrooke-Kaserne realisiert werden könnte, soll jetzt weiter intensiv untersucht werden. Wohnen und Dienstleistungen waren in Bürgerwerkstätten vielfach genannte Nutzungen für den südlichen Teil des Kasernengeländes gewesen. Es ist denkbar, dass diese Nutzungen, insbesondere auch inklusives und generationenübergreifendes Wohnen, jetzt auch für die denkmalgeschützten Gebäude im Norden der Kaserne in Betracht kommen. Das Land NRW hat seine Unterstützung auch für diese Nutzungen signalisiert.