E-Mobilität bei der Stadtverwaltung Paderborn nimmt Fahrt auf
Startschuss für betriebliches Mobilitätskonzept
Gerade angeschafft und schon fest etabliert – die beiden neuen zu 100 % elektrisch betriebenen VW E-UP`s am Verwaltungsstandort Pontanusstraße werden von den dortigen Beschäftigten eifrig für Dienstfahrten genutzt.
Dank des Engagements des heimischen Netzbetreibers Westfalen Weser Netz ist es zudem gelungen, zwei Ladestationen zu installieren, durch die eine schnellere und effektivere Nutzung der Elektrofahrzeuge möglich wird.
Bürgermeister Michael Dreier nahm jetzt in Anwesenheit von Michael Wippermann, Mitglied der Geschäftsleitung von Westfalen Weser Netz, sowie Kommunalreferent Carsten Strätling die ersten beiden E-UP´s am Standort Pontanusstraße und die dazugehörigen Ladestationen offiziell in Betrieb. Dies ist auch der Startschuss für ein zunächst testweise neu eingeführtes betriebliches Mobilitätskonzept der Stadt Paderborn unter Einbeziehung zukunftsweisender Technologien im Technischen Rathaus.
Die Stadt Paderborn stellt seit einiger Zeit Überlegungen an, die innerbetriebliche Mobilität der Stadtverwaltung neu zu organisieren, und das aus gutem Grund! Eine Potenzialanalyse durch ein externes Beratungsunternehmen kam zu dem Ergebnis, dass durch eine Optimierung der dienstlichen Verkehre Kosten in Höhe von 25 % eingespart werden können und gleichzeitig der CO2-Ausstoß um 37 % gesenkt werden kann.
„Gerne unterstützen wir die Stadt Paderborn bei ihrem Mobilitätskonzept. Durch die Analyse der Ladeaktivitäten der Fahrzeuge im täglichen Flotteneinsatz können wir Rückschlüsse auf die Auswirkungen auf unser Stromnetz ziehen“, erläutert Michael Wippermann den praktischen Nutzen der Kooperation.
Setz derzeit noch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Fahrzeuge für dienstliche Zwecke ein, sollen zukünftig die Fahrten von Außendienstmitarbeitern durch einen betriebseigenen Fahrzeugpool abgedeckt werden. Neben den PKW gehören zum Fahrzeugpool auch Dienstfahrräder, E-Bikes sowie ein Elektro-Motorroller. „Bewusst richten wir den Blick nicht nur auf das Auto - vor allem bei Dienstfahrten innerhalb der Stadt soll es für die Beschäftigten attraktiv sein, von vier auf zwei Räder umzusteigen“ findet Bürgermeister Michael Dreier. „Wir haben für die testweise Umsetzung des betrieblichen Mobilitätskonzeptes nicht ohne Grund den Standort Pontanusstraße gewählt, da hier viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mobil sein müssen“ so das Stadtoberhaupt weiter, „wenn das Konzept am Technischen Rathaus funktioniert, ist beabsichtigt, es mittelfristig für die gesamte Verwaltung einzuführen.“
„Das Konzept hat positive Effekte sowohl für die Umwelt als auch für die Stadtfinanzen“ ist Projektleiterin Monika Bürger überzeugt. Außerdem sieht die Leiterin des Haupt- und Personalamtes weitere positive Nebeneffekte: „Wir wollen für unsere Beschäftigten auch für die Wege von und zur Arbeit alternative Mobilitätsformen etablieren.“ Wer beispielsweise sein Fahrrad nutze, könne aktiv einem möglichen Bewegungsmangel durch Bürotätigkeit begegnen. Auch der ÖPNV und die Förderung von Fahrgemeinschaften sollen stärker als bisher für die Anfahrtswege genutzt und unterstützt werden.
„Die Rückmeldungen aus dem Kreis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zum allergrößten Teil positiv“ ergänzt Reinhard Nolte, Betriebsleiter des ASP und zuständig für das zentrale Fuhrparkmanagement der Stadt Paderborn. Durch Aufklärung und Informationen sei erfolgreich Überzeugungsarbeit bei den Beschäftigten geleistet worden. „Gegen Kostenerstattung soll es zukünftig für die Beschäftigten und in einem weiteren Schritt auch für Dritte sogar möglich sein, Fahrzeuge aus dem städtischen Fahrzeugpool nach Dienstende sowie am Wochenende für private Zwecke zu nutzen. Dies sorgt für eine noch bessere Auslastung und Refinanzierung des Fahrzeugpools und steigert zudem die Attraktivität der Stadt Paderborn als Arbeitgeberin“, so Reinhard Nolte.