Kulturamt startet Abo-Verkauf
Ab Samstag: Sinfonie- und Kammerkonzerte, Musiktheater und Schülertribüne
Am Samstag, 27. Juni, beginnt um 9.30 Uhr im Ticket-Center am Marienplatz 2a der Verkauf für die Abo-Reihen des Kulturamts der Stadt Paderborn 2015/2016: Sinfoniekonzerte, Kammerkonzerte, Musiktheater und Schülertribüne.
Insbesondere die Abos für die Sinfoniekonzerte mit der Nordwestdeutschen Philharmonie sind sehr begehrt. Daher ist es ratsam, sich frühzeitig ein Abo zu sichern, denn es sind wie immer nur wenige Abo-Plätze gekündigt worden.
Kulturamtsleiter Christoph Gockel-Böhner empfiehlt in diesem Jahr noch mehr die Musiktheater-Saison: „Weil die Mischung einfach noch spannender, vielfältiger und überraschender ist.“ Er gerät sofort ins Schwärmen. Warum? „Weil mit Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ der Orchestergraben im Theater „entjungfert“ wird. Das ist doch ein spannender Moment! Kein Mensch weiß, wie es klingt, wie es sich anfühlt. Sicher ist aber, dass wir es mit wunderschöner Musik zu tun haben, die in einer quicklebendigen Produktion von spielfreudigen Darstellern mit jungen Stimmen aufgeführt wird. Echter frischer Mozart, obwohl kaum jemand diese Oper kennt.“ Ansonsten findet Musiktheater weiterhin in der Paderhalle statt - und auch da gibt es mit „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ was Neues. „Klingt vertraut, ist es aber nicht,“ weiß Gockel-Böhner und erläutert: „Die Musik ist von Kurt Weill. Er konnte in den 50er Jahren das Stück nicht mehr vollenden. John von Düffel, derzeit Deutschlands erfolgreichster Stücke-Arrangeur, hat aus dem Roman und der Musik ein familientaugliches Musical gemacht, das 2014 herauskam. Und jetzt kommt es quasi sofort auch zu uns.“ Familientauglich ist auch das Ballett „Cinderella“ mit Musik von Prokofjew von Richard Lowe, der schon viele Ballettmärchen auf die Bühne gebracht hat. Mit „La Bohème“ und „Die Fledermaus“ sind zwei Top-Klassiker dabei. Komplettiert wird die Saison, die vollständig aus Produktionen des Landestheaters Detmold besteht, mit „Elektra“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. „Das kürzeste, aber gewaltigste Werk der Saison,“ meint der Theaterwissenschaftler an der Spitze des Kulturamts und hat auch hier eine Überraschung parat: „Alle Abonnenten bekommen eine Karte für die gesprochene Schauspiel-Version des Stücks. Die Studiobühne der Uni nimmt ihre sehr gute Produktion aus Anlass der Opernaufführung wieder auf. Das finde ich die beste Vorbereitung, die es gibt. Außerdem muss man sich dann in der Oper nicht mehr um die Textverständlichkeit sorgen.“
Wer es etwas kleiner mag, geht in die Kammerkonzerte. Diese Reihe beginnt pünktlich zum 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung mit dem Klenke Quartett aus dem „Osten“ und dem Auryn-Quartett aus dem „Westen“, die sich am Ende des Konzerts zum Oktett vereinigen. Der traditionelle Klavierabend wird von der hinreißenden Pianistin Ana-Marija Markovina gestaltet. Mit dem Man Ray Quartett sind Musiker der Nordwestdeutschen Philharmonie mal ganz nah im Kammerkonzert zu Gast. Klaviertrios mit Horn bringt das Trio Breuninger-Mahni-Duis. Das Vokalquintett Ensemble Nobiles aus der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler des Deutschen Musikrates besteht aus ehemaligen Thomanern und singt ein Programm namens „Leipziger Liedertafel“. Das Abschlusskonzert mit dem Geiger Augustin Hadelich und dem britischen Pianisten Charles Owen „wird nur möglich, weil der WDR es mitschneidet und sich an den Kosten beteiligt“, freut sich Gockel-Böhner.
Die Abo-Reihe Schülertribüne für Kinder im Grundschulalter bringt „Ronja Räubertochter“ und „Die kleine Zauberflöte“ vom Landestheater Detmold, ein Kindersinfoniekonzert rund ums Märchen mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, den Musikkrimi „Herr Buffo und der Notendieb“ mit dem Ensemble Vinorosso, das Tanztheater „Die Goldbergs“ vom Ensemble Sabine Seume sowie das Schauspiel und Objekttheater „Die Reise zum Mittelpunkt der Welt“, letzteres in der Aula des Goerdeler-Gymnasiums, alles andere in der Paderhalle.
Programme liegen im Ticket-Center aus, können aber auch im Kulturamt unter 05251/881499 oder kulturamtpaderbornde angefordert werden.
Neben dem finanziellen Vorteil von 20 Prozent gegenüber dem Kauf von Einzeltickets sind den Abonnenten die Karten sicher, ein „Ausverkauft“ gibt es nicht und das Warten an der Abendkasse entfällt ebenfalls.