Projekt „FAMOS – Familien optimal stärken“ ein voller Erfolg
Abschlussveranstaltung mit Schirmherr Dreier und NRW-Justizminister Kutschaty
Am Freitag, 13. März, lud Bürgermeister Michael Dreier zu der Abschlussveranstaltung des FAMOS-Projekts in das Historische Rathaus ein. Dreier ist auch Schirmherr des bundesweit einmaligen Praxisversuchs, an dem fast 3.500 Paderborner Familien teilgenommen hatten. Alle Beteiligten zogen jetzt nach rund vier Jahren Projektverlauf ein positives Fazit. Zu den zahlreich erschienen Gästen gehörten unter anderem der NRW-Justizminister Thomas Kutschaty, sowie Vertreter des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein Westfalens, der Beigeordnete Wolfgang Walter und Vertreter der Verbände und Förderer.
„Sie haben den Familien und Kindern hier viel Gutes mit auf den Weg gegeben. Es ist sehr wichtig frühzeitig Hilfestellung zu geben“, so Justizminister Kutschaty zum erfolgreichen Projektverlauf. Dreier: „Vor allem danke ich denen, die diese Programme mit Leben gefüllt haben, in Kitas, Schulen und Beratungsstellen. Denen, die die eigentliche Leistung am und für den Menschen gebracht haben und das zusätzlich zu den Aufgaben, die ohnehin schon anfallen. Die Resonanz war durchweg positiv. Es gab tolle Feedbacks von Eltern und Kindern, die über die Angebote wertvolle Alternativen für ein besseres Miteinander lernen konnten.“
Jens Gnisa vom Deutschen Richterbund präsentierte während der Veranstaltung den Verlauf des FAMOS-Projekts. Im Anschluss referierte Prof. Dr. Nina Heinrichs über die Evaluationsergebnisse, die eine positive Bilanz des Projekts wiederspiegelten; so wurden in den vergangenen vier Jahren mit dem Projekt 3.500 Familien in Paderborn mit präventiven Trainingsprogrammen erreicht und unterstützt. Das sind 30 Prozent aller Familien mit Kindern unter 13 Jahren. Im Fokus stand dabei die Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern und anderen Erziehungspersonen, um die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern.
Innerhalb des Projektzeitraums wurden stadtweit zahlreiche Fachkräfte des Jugendamtes, der freien Träger sowie anderer sozialer, pädagogischer und medizinischer Einrichtungen zu Trainern von unterschiedlichen wissenschaftlichen Präventionsprogrammen ausgebildet. Zu diesen Programmen gehörten: EFFEKT EntwicklungsFörderung in Familien: Eltern- und Kindertraining; PEP Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten und Triple P - Positives Erziehungsprogramm. Im weiteren Verlauf wurden kostenfreie Kurse und Trainingseinheiten von den ausgebildeten Fachkräften für Eltern und Familien angeboten.
Auf der Abschlussveranstaltung berichteten zudem projektbeteiligte Fachkräfte in einer kleinen Podiumsdiskussion über ihre Erfahrungen und die praktische Umsetzung von FAMOS. Auch hier wurde deutlich, dass das Projekt ein voller Erfolg war und viele Eltern erreicht werden konnten. Im Anschluss überreichte Petra Erger, Leiterin des Jugendamtes und Moderatorin der Veranstaltung, feierlich die Projektberichte an die Beteiligten.
Mit Hilfe der zahlreichen Institutionen, wie dem Bund der Richter und Staatsanwälte in NRW, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, der Psychotherapeutenkammer NRW, dem Verband Bildung und Erziehung NRW und der Stadt Paderborn, konnte das Projekt zur vollsten Zufriedenheit durchgeführt werden, so das Fazit.
FAMOS wurde durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein Westfalens gefördert. Die Evaluation und Auswertung des Projekts erfolgte durch Prof. Dr. Nina Heinrichs und Inga Frantz, die beide an der TU Braunschweig tätig sind. Das Deutsche Forum für Kriminalprävention förderte die Begleitforschung.